Flüchtlingserstaufnahmen organisieren Ramadan für Muslime

Meßstetten/Ellwangen (dpa/lsw)  Die Landeserstaufnahmestellen (Lea) für Flüchtlinge im Südwesten haben sich auf den Fastenmonat Ramadan eingestellt. In der Lea in Meßstetten (Zollernalbkreis) etwa werden für Muslime, die fasten wollen, zum Sonnenuntergang und Sonnenaufgang extra Mahlzeiten bereitgestellt.

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«Es ist eine zusätzliche Anstrengung, aber wir wollen es den Leuten ermöglichen, Ramadan zu feiern», sagte der Lea-Leiter der Deutschen Presse-Agentur. Rund 760 der 1300 Flüchtlinge hätten sich bereits dafür angemeldet.

Der Fastenmonat für Muslime hat am Donnerstag begonnen. Dreißig Tage lang verzichten Gläubige von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Zudem beten Muslime nach den fünf regulären Tagesgebeten Abends ein weiteres Gebet, das Tarawih-Gebet.

In der Lea in Ellwangen (Ostalbkreis) sei auch zusätzlich zu den Mahlzeiten ein großes Zelt aufgestellt worden, in dem die Muslime beten können, sagte der dortige Leiter, Berthold Weiss. «Wir wollen die Möglichkeit zum gemeinsame Beten geben.»


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