Flüchtlinge erhalten länger Hilfe von Integrationsmanagern

Stuttgart (dpa/lsw)  Flüchtlinge im Südwesten sollen noch ein Jahr länger als zunächst geplant auf die Hilfe von Integrationsmanagern setzen können. Die Finanzierung der landesweit mehr als 1000 Stellen in den Kommunen ist nun für insgesamt drei Jahre gesichert, wie aus einem Schreiben von Sozialminister Manne Lucha (Grüne) an die Präsidenten des Landkreis-, des Städte- und des Gemeindetages hervorgeht.

Manfred "Manne" Lucha (GRÜNE)
Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen), Sozialminister von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv  

Die Manager sorgen dafür, dass Geflüchtete in der sogenannten Anschlussunterbringung Angebote zum Deutsch lernen, zur Berufsqualifizierung und zur Integration in den Arbeitsmarkt bekommen. Das laut Ministerium bundesweit einzigartige Projekt war zunächst auf zwei Jahre angelegt gewesen.

«Mit der Verlängerung wird der maximale Bewilligungszeitraum von 24 auf 36 Monate erhöht», heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das bedeutet, dass die aktuell bestehenden Arbeitsverhältnisse auf Antrag um zwölf Monate verlängert werden können. Für die Fortsetzung des Paktes für Integration mit den Kommunen stünden 70 Millionen Euro im Jahr 2019 bereit.

Das Land und die kommunalen Landesverbände hatten den Pakt für Integration am 27. April 2017 geschlossen. Nach Darstellung des Ministeriums werden derzeit rund 1200 Integrationsmanager in den Kommunen finanziert.