Erste Flüchtlinge sollen Anfang April in die LEA Ellwangen ziehen

Ellwangen  In der Landeserstaufnahmestelle (LEA) für Flüchtlinge in Ellwangen (Ostalbkreis) laufen acht Wochen vor Einzug der ersten Bewohner noch die letzten Umbaumaßnahmen.

Reinhardt-Kaserne Ellwangen
500 bis 1000 Flüchtlinge sollen hier Platz finden. Foto: Stefan Puchner/Archiv

Derzeit würde das Mobiliar bereit gestellt, ein Röntgengerät beschafft und vereinzelt noch an Toiletten und Duschen gearbeitet, sagte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart am Freitag. Die größten Bauarbeiten seien bereits abgeschlossen. «Es ist alles im Zeitplan.» Anfang April könnten die ersten Flüchtlinge in die LEA einziehen.

Insgesamt können auf dem Gelände der Reinhardt-Kaserne 500 bis maximal 1000 Flüchtlinge untergebracht werden. Die LEA im Ostalbkreis soll die dritte Erstaufnahmestelle im Südwesten werden. «Die große Herausforderung besteht darin, unter enormem Zeitdruck die Errichtung der LEA in Ellwangen voranzutreiben und zu koordinieren sowie den Betrieb zu organisieren», sagte Regierungspräsident Johannes Schmalzl, der sich am Freitag bei einem Besuch in der Aufnahmestelle über den Baufortschritt informierte.

Die Ankunft von rund 26 000 Flüchtlingen im vergangenen Jahr im Südwesten hatte die Suche nach neuen Einrichtungen neben der chronisch überbelegten LEA in Karlsruhe beschleunigt. Seit Herbst 2014 ist eine zweite LEA in Meßstetten (Zollernalbkreis) eröffnet, weitere Stellen sollen in Schwäbisch Hall, Freiburg und Mannheim entstehen. Baden-Württemberg hat im vergangenen Jahr 85 Prozent mehr neue Flüchtlinge aufgenommen als 2013. Den größten Anteil (5557) machten Asylbewerber aus Syrien aus.

 dpa/lsw