Finanzminister will keine Nahverkehrszüge abbestellen

Stuttgart (dpa/lsw)  Finanzminister Nils Schmid (SPD) will nicht zulassen, dass Ende des Jahres etliche Nahverkehrsverbindungen aus Geldmangel gestrichen werden müssen. Ihn habe es zwar überrascht, dass es hier ein Finanzierungsproblem gebe, sagte Schmid am Dienstag in Stuttgart.

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Schmid will keine Nahverkehrszüge abbestellen. Foto: Jan-Philipp Strobel/Archiv

«Wir sollten das so hinkriegen, dass man keine Züge abbestellt.» Der Finanzminister will aber kein zusätzliches Geld zur Verfügung stellen. Der SPD-Politiker sieht Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in der Pflicht, das notwendige Geld durch Umschichtungen zur Verfügung zu stellen. «Er muss das aus dem eigenen Haushalt hinkriegen», sagte Schmid der dpa.

Hintergrund für die Finanzierungsprobleme ist eine Kostenexplosion bei Trassen- und Stationsgebühren der Bahn im Schienennahverkehr. Es geht laut Verkehrsministerium um eine Steigerung um 50 Millionen Euro. Deshalb bestehe die Gefahr, dass das Land zum Fahrplanwechsel im Dezember Nahverkehrszüge bei der Bahn abbestellen müsse.


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