Feuerwehren simulieren Brand in A81-Tunnel

Leonberg/Region  Rund 400 Einsatzkräfte haben am Sonntagmorgen im Engelbergtunnel an der A81 bei Leonberg den Ernstfall geprobt. Bei der Katastrophenübung lief nicht alles nach Plan. Die Sperrung soll um 12 Uhr enden.

Von Alexander Hettich
Lösch- und Rettungsübung im Engelbertunnel
Einsatzkräfte probten am Sonntagmorgen für den Fall, dass ein Lastwagen im Engelbergtunnel brennt. Foto: Alexander Hettich

Die Einsatzkräfte simulierten die Lösch- und Rettungsarbeiten für den Fall, dass ein Lastwagen Feuer fängt. Eine Erkenntnis: Das System, das Autofahrer im Brandfall mit einem Tonsignal warnen soll, funktionierte nicht wie geplant. Man werde der Ursache für die Panne schnell auf den Grund gehen, versicherte Regierungspräsident Wolfgang Reimer, der wie Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und Verkehrsstaatsekretär Steffen Bilger (CDU) die Übung verfolgte.

Hermann stellte bei dieser Gelegenheit eine Infokampagne zur Sicherheit in Straßentunneln vor. Eine Broschüre mit Sicherheitstipps soll an Raststätten ausgelegt werden und online verfügbar sein. Der Engelbergtunnel, einer der längsten in Deutschland, wird demnächst mehrere Jahre lang saniert.

Engelbergtunnel soll für 90 Millionen Euro saniert werden

„Der Aufwand ist gewaltig“, sagte Hermann angesichts der erwarteten Kosten von 90 Millionen Euro. Für moderne Sicherheitstechnik kommen weitere 40 Millionen Euro hinzu. Quellfähiger Anhydrit im Gestein drückt auf die Tunnelwand und macht die Sanierung nötig. Sie soll unter Betrieb erfolgend. Es werden immer nur einzelne Spuren gesperrt.

Zur Übung war der komplette Tunnel am Sonntagvormittag gesperrt, in Fahrtrichtung Karlsruhe sogar seit Samstagabend. Sofort zeigte sich, welche Auswirkungen Störungen im Nadelöhr Engelbergtunnel haben können.  Auf den Ausweichrouten durch Leonberg und Ditzingen bildeten sich lange Staus. Die Sperrung sollte am Sonntag gegen 12 Uhr aufgehoben werden.

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