Entscheidung über Fortbestand der Lea Ellwangen vertagt

Ellwangen (dpa/lsw)  Die Entscheidung über den Fortbestand der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (Lea) in Ellwangen hat der Gemeinderat der Stadt im Ostalbkreis vertagt. Ob der Betrieb über 2020 hinaus bestehen bleibt, soll laut einem Sprecher der Stadt am 14.

Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Ellwangen
Ein Schild weist auf die Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge hin.  

Februar entschieden werden. Die CDU-Fraktion habe den entsprechenden Antrag in der Sitzung am Donnerstagabend gestellt. Der Gemeinderat beauftragte Oberbürgermeister Karl Hilsenbek (parteilos) außerdem, mit dem Land Gespräche darüber zu führen, ob die geplante Verlängerung bis Ende 2024 verkürzt werden kann.

2015 hatte Baden-Württemberg die Lea in der ehemaligen Bundeswehrkaserne für zunächst fünf Jahre bis zum Frühjahr 2020 eingerichtet.

Bundesweite Aufmerksamkeit erregte Ende April die gescheiterte Abschiebung eines Asylbewerbers aus der Unterkunft. Polizisten sahen sich durch eine Menge von rund 150 Flüchtlingen bedroht und zogen sich zurück. Erst ein Großeinsatz mit mehreren Hundert Beamten machte drei Tage später die Abschiebung möglich.