Einigung für nicht-ärztliche Beschäftigte der Unikliniken

Stuttgart (dpa/lsw)  Die nicht-ärztlichen Beschäftigten der vier Unikliniken im Südwesten bekommen mehr Geld. In der dritten Verhandlungsrunde einigten sich der Arbeitgeberverband der baden-württembergischen Universitätsklinika (AGU) und die Gewerkschaft Verdi auf einen rückwirkenden Anstieg der Gehälter zum 1.

Mai um 3,2 Prozent bei einer Laufzeit von 14 Monaten, wie Verdi am Donnerstagabend in Stuttgart mitteilte. Der Tarifabschluss hat nach AGU-Angaben ein Volumen von mehr als 35 Millionen Euro. Davon profitieren alle Beschäftigten der Kliniken bis auf die Ärzte und einige wissenschaftliche Mitarbeiter.

Bei der Zahl der Beschäftigten gab es allerdings unterschiedliche Angaben: Verdi sprach von etwa 24 000, der AGU von 27 000. Die vier Unikliniken in Tübingen, Heidelberg, Ulm und Freiburg haben sich zum AGU zusammengeschlossen, für sie gilt ein eigener Tarifvertrag.

Nach Angaben von Verdi und AGU erhalten die unteren Entgeltgruppen zudem eine zusätzliche Einmalzahlung von 200 Euro, die Auszubildenden eine Erhöhung ihrer Vergütung von 65 Euro im Monat plus eine Mobilitätszulage von 40 Euro monatlich sowie den vollen Urlaubsanspruch von 30 Tagen.

«Der heute erzielte Tarifabschluss ist für viele Berufsgruppen eine sehr positive Nachricht», erklärten die beiden AGU-Vorstände Gabriele Sonntag und Udo X. Kaisers. Durch die höhere Auszubildendenvergütung etwa wirke man dem Fachkräftemangel in der Pflege weiter entgegen. Auch Verdi-Verhandlungsführerin Irene Gölz zeigte sich zufrieden.

Knackpunkt der Verhandlungen mit den Arbeitgebern war zuletzt die Laufzeit des neuen Tarifvertrages. Der AGU hatte zunächst eine längere Laufzeit bevorzugt.