Düngemittel-Unglück an Jagst: Welche Lehren zieht das Land?

Stuttgart (dpa/lsw)  Mehr als drei Jahre nach dem Düngemittel-Unglück am Flüsschen Jagst bei Schwäbisch Hall stellt Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) am Dienstag dem Kabinett die Konsequenzen vor.

Welche Lehren müssen aus dem Vorfall gezogen werden, bei dem im Sommer 2015 nach einem Mühlenbrand in Kirchberg mit dem Löschwasser massenhaft Düngemittel in den Neckar-Zufluss gespült wurde. Mehr als 20 Tonnen Fische verendeten. Im November hatte Untersteller am Ort bereits die Ergebnisse eines Monitorings vorgestellt - mit dem Ergebnis, dass sich der Fischbestand in dem besonders betroffenen Flussabschnitt langsam erholt.

Es läuft ein Aktionsprogramm, um die massiven ökologischen Schäden zu beheben. In Absprache mit Umweltverbänden und Fischereivereinen seien bislang rund 60 Einzelprojekte umgesetzt worden, hieß es beim Regierungspräsidium Stuttgart. So wurden Nebenarme der Jagst wieder freigebaggert und Kiesinseln im Fluss aufgeschüttet. Das soll die Strömungsverhältnisse für laichende Fische attraktiver machen. Ein Hauptaugenmerk liegt darauf, Wanderungshindernisse zu entfernen.


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