Christmas Garden: Der Wilhelma geht ein Licht auf

Stuttgart  Mit 100.000 Besuchern hat Christmas Garden 2018 in der Wilhelma eine Traumpremiere hingelegt. Vom 14. November an erlebt die Licht- und Klangshow in Stuttgart eine Neuauflage. Trotzdem soll der zoologisch-botanische Garten keine Event-Location werden.

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Die Damaszenerhalle im Lichterglanz: So sah Christmas Garden 2018 in der Wilhelma aus. Rund 100?000 Besucher wollten das Spektakel sehen.

Foto: Archiv/Hettich

"Wir wollen das nicht überstrapazieren", sagte Dr. Thomas Kölpin bei der Vorstellung des Programms. Der Wilhelma-Direktor war angetreten, die altehrwürdige Anlage für neue Veranstaltungsformen zu öffnen und so zusätzliche Zielgruppen zu erschließen. "Es geht um Wertigkeit", will Kölpin keine Event-Inflation auslösen, sondern wohl dosierte Glanzlichter setzen. Ein solches ist er überzeugt, mit Christmas Garden gefunden zu haben. Das Konzept stammt ursprünglich aus England, wurde auch schon in Berlin erprobt. Dass die Idee in Stuttgart derart einschlagen würde, "damit haben wir auch nicht gerechnet", sagt Christian Doll vom Veranstalter, der Stuttgarter C2 Concerts GmbH.

Nun erstrahlt die Anlage vom 14. November bis 6. Januar wieder im Glanz von 1,5 Millionen Lichtern. Auf einem zwei Kilometer langen Rundweg warten 31 Stationen mit Beleuchtung und Klanginstallationen. Im Vorjahr waren die stimmungsvoll leuchtenden Gebäude im maurischen Stil die Hauptattraktionen. Tierfiguren werden ins Konzept integriert, erläutert Lichtdesigner Andreas Boehlke, der für die zweite Auflage weitere neue Gestaltungselemente verspricht.

Wilhelma-Dauerkarten gelten nicht

Die Veranstalter versprechen ein Vergnügen für die ganze Familie, das allerdings nicht billig wird. Christmas Garden beginnt, wenn der Zoobetrieb endet. Wilhelma-Tickets und Dauerkarten sind nicht gültig. Erwachsene zahlen je nach Wochentag 17 oder 19 Euro, buchen für eine Einlasszeit, können dann aber bleiben, bis um 22 Uhr Schluss ist. Anders als bei der Premiere gibt es auch limitierte "Flexitickets", die nicht an eine bestimmte Uhrzeit gebunden sind. Familientickets gibt es für 47 bis 53 Euro.

"Wir machen das sehr tierschonend", versichert Wilhelma-Direktor Kölpin. Sensible Arten bekämen von der Shows nichts mit, andere - wie die Pelikane vor der malerischen Damaszener-Halle - kämen gut damit klar. Auch die Frage nach dem Stromverbrauch ist unausweichlich. Veranstalter Christian Doll nennt keine konreten Zahlen. Der Energiehunger der Lichter sei dank LED-Technik aber "weit geringer, als man denkt".

Koalas kommen erstmals nach Stuttgart

Eine Energieleistung ist auch der stete Umbau der Wilhelma. Das 22 Millionen Euro teure Menschenaffenhaus ist 2013 fertig geworden. Dort wo früher die Primaten untergebracht waren, entsteht bis Ende 2021 das Australienhaus mit einer besonderen Attraktion: Erstmals sollen Koalas nach Stuttgart kommen. Eine neue Elefantenanlage ist ein weiteres Zukunftsprojekt der Wilhelma, die mit rund 1,6 Millionen Besuchern im Jahr zu den Top-Attraktionen in Baden-Württemberg zählt. Dabei machen Stuttgarter nur etwas mehr als ein Zehntel der Gäste aus. Mehr als jeder Dritte reist aus einer Entfernung von 40 bis 100 Kilometern an.


Hettich

Alexander Hettich

Stellvertretender Leiter der Regionalredaktion

Alexander Hettich ist stellvertretender Leiter der Regionalredaktion. Er arbeitet seit 2003 bei der Heilbronner Stimme, berichtet über Verkehrsthemen, über Kommunalpolitik und Heilbronn.

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