Christine Strobl lehnt SWR-Kandidatur ab

Stuttgart  Sie wurde in SWR-Gremienkreisen hoch gehandelt, wenn es um die Nachfolge des Intendanten Peter Boudgoust ging. Nun hat Christine Strobl, Chefin der ARD-Filmfirma Degeto, definitiv abgesagt.

Von Uwe Ralf Heer
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Christine Strobl, Geschäftsführerin der ARD Degeto. Foto: dpa

Für die Nachfolge von SWR-Intendant Peter Boudgoust wurde zuletzt immer wieder Christine Strobl ins Gespräch gebracht. Die erfolgreiche Chefin der ARD-Filmfirma Degeto, gerade mehrfach ausgezeichnet für den internationalen Serien-Erfolg Babylon Berlin, wurde in SWR-Gremienkreisen hoch gehandelt.

Christine Strobl hat jetzt jedoch definitiv abgesagt. Sie stehe nicht zur Verfügung, da sich so ein Amt mit ihrem journalistischen Selbstverständnis nicht vereinbaren lasse, sagte sie gegenüber der Heilbronner Stimme. Da ihr Mann Thomas Strobl stellvertretender Ministerpräsident ist, ließe sich das mit einer derartigen Funktion als Chefin des öffentlich-rechtlichen Landessenders nicht vereinbaren, sagte die Heilbronnerin.

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Zur Person

Christine Strobl stammt aus Freiburg. 1999 kam die Volljuristin zum SWR. Nach Stationen im Hörfunk und der Intendanz wurde sie 2007 Abteilungsleiterin im Kinder- und Familienprogramm Fernsehen. Ab Anfang 2011 leitete sie die Hauptabteilung Film und Familienprogramm des SWR, dessen Fernsehfilmchefin sie war. Seit Juli 2012 ist sie Geschäftsführerin der ARD Degeto. Am 1. September 2012 übernahm die Heilbronnerin zudem nebenamtlich die Koordination Filmförderung der ARD.

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