Mehr als 1000 Einwendungen gegen Bahn-Albaufstieg

Stuttgart - Mit dem Albaufstieg steht in der kommenden Woche ein zentraler Abschnitt der geplanten Schnellbahnstrecke zwischen Wendlingen (Kreis Esslingen) und Ulm auf dem Prüfstand. Die 1150 Einwendungen der von dem Bau betroffenen Anwohner werden am Dienstag und Mittwoch kommender Woche (9. und 10. Dezember) diskutiert. Wie das Stuttgarter Regierungspräsidium am Dienstag weiter mitteilte, können bei dem Erörterungstermin in Gruibingen (Kreis Göppingen) auch Kommunen Stellung zu den geplanten Bauten nehmen.

Stuttgart - Mit dem Albaufstieg steht in der kommenden Woche ein zentraler Abschnitt der geplanten Schnellbahnstrecke zwischen Wendlingen (Kreis Esslingen) und Ulm auf dem Prüfstand. Die 1150 Einwendungen der von dem Bau betroffenen Anwohner werden am Dienstag und Mittwoch kommender Woche (9. und 10. Dezember) diskutiert. Wie das Stuttgarter Regierungspräsidium am Dienstag weiter mitteilte, können bei dem Erörterungstermin in Gruibingen (Kreis Göppingen) auch Kommunen Stellung zu den geplanten Bauten nehmen.

Auf den 14,5 Kilometern sollen ein fast neun und ein fast fünf Kilometer langer Tunnel sowie zwei eingleisige Eisenbahnbrücken entstehen. Kritik und Anregungen betreffen etwa etwa Lärm-, Klima-, Brand- und Katastrophenschutz. Die Ergebnisse fasst das Regierungspräsidium in einem Anhörungsbericht mit Empfehlungen für etwaige Änderungen an den Planungen oder Auflagen an das Eisenbahnbundesamt zusammen. Die Bonner Behörde erteilt die Baugenehmigung.

Die gesamte zwei Milliarden Euro teure Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Wendlingen und Ulm ist 58 Kilometer lang und in sechs Abschnitte aufgeteilt, für die jeweils eine Baugenehmigung nötig ist. Das Stuttgarter Regierungspräsidiums ist für die drei Abschnitte zwischen Wendlingen und dem Albaufstieg verantwortlich; dabei liegt nur für die Strecke von Kirchheim/Teck (Kreis Esslingen) bis zum Albaufstieg ein Planfeststellungsbeschluss vor. Das Regierungspräsidium Tübingen ist für drei weitere Abschnitte - von der Albhochfläche bis zur Donaubrücke in Ulm - verantwortlich.

Die Strecke, die vom Bund und Land finanziert wird, ist untrennbar verbunden mit dem umstrittenen Bahnhofsprojekt Stuttgart 21. Dabei handelt es sich um die Umwandlung des Stuttgarter Hauptbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation und deren Anbindung an die Schnellbahnstrecke. Die Kosten liegen bei 3,07 Milliarden Euro. lsw