Lyriktelefon in der Corona-Krise

Marbach (dpa/lsw)  Und wenn es klingelt, reimt es sich: Mit einem Lyriktelefon und zitierten Gedichten berühmter Literaten wollen das Deutsche Literaturarchiv Marbach und das Schauspiel Stuttgart eine kulturelle Lücke in der Corona-Krise füllen. Vom kommenden Montag (25. Mai) an werden Gedichte auf Bestellung gelesen, am Telefon und ganz persönlich, wie die beiden Veranstalter am Freitag ankündigten. Nach einer kostenlosen Online-Buchung rufen Schauspieler am Nachmittag zum vereinbarten Zeitpunkt an und lesen Werke vor, zum Start der Aktion zunächst Gedichte von Friedrich Hölderlin und der Nobelpreisträgerin Nelly Sachs.

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«In Zeiten reduzierter sozialer Kontakte, in denen unsere Bühnen geschlossen sind, entdecken wir das Telefon als künstlerisches Medium wieder», teilte das Deutsche Literaturarchiv mit. «Der Fernsprecher imaginiert persönliche Anwesenheit. So werden die eigenen vier Wände zum Raum für Fantasien, ja zur Bühne.»


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