Krimiautorin Ingrid Noll sieht Gendern ambivalent

Weinheim (dpa)  Geschlechtergerechte Sprache ist für Deutschlands wohl bekannteste Krimiautorin Ingrid Noll kein Muss. In der Frage sei sie gespalten, sagte die 86-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. «Einerseits stehe ich voll hinter einer gerechten und fairen Gleichbehandlung der Geschlechter. Andererseits nervt mich die Umständlichkeit und zuweilen auch Verbissenheit des Genderns.» Sie werde es deshalb in ihren Romanen wohl nicht konsequent anwenden.

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Ingrid Noll sitzt bei der Eröffnung des nach ihr benannten «Ingrid-Noll-Wegs» auf einer Bank.

Die Weinheimerin, die gerade mit einem literarischen Pfad durch ihre Heimatstadt geehrt wurde, schreibt derzeit an ihrem 17. Roman. Er spielt in Weinheim. Noll, die erst im Alter von 55 Jahren mit dem Schreiben begann, hat darüber hinaus zwei Bände mit Kurzgeschichten und ein Bilderbuch verfasst. Ihre Bücher wurden in über 20 Sprachen übersetzt.

© dpa-infocom, dpa:211110-99-942492/2


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