Gemeinderat billigt Finanzkonzept für Nationaltheater

Mannheim (dpa/lsw)  Der Mannheimer Gemeinderat hat das Finanzierungskonzept für das Nationaltheater gebilligt. Die Stadträte gaben am Dienstag grünes Licht für die Vorlage der Verwaltung, nach der 2019 und 2020 jeweils zehn Millionen Euro, 2021 und 2022 jeweils 20 Millionen

Euro in die Modernisierung des denkmalgeschützten Baus fließen sollen. Das meiste Geld wird nach Angaben von Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) zwischen 2022 und 2025 ausgegeben.

Die Stadt zahlt die Hälfte der Kosten von 240 Millionen Euro für die Sanierung, die schon aus brandschutztechnischen Gründen unverzichtbar ist. Neben den 120 Millionen Euro der Stadt kommen 80 Millionen Euro vom Bund und 40 Millionen Euro vom Land. Die Stadt hatte ursprünglich den doppelten Beitrag des Landes erwartet. Die Sanierung des Gebäudes aus dem Jahr 1957 soll 2025 abgeschlossen sein.

Wegen der Bauarbeiten muss das Haus vier Jahre geschlossen bleiben. Deshalb ermächtigten die Stadträte die Verwaltung, die Vertragskonditionen für die Anmietung des ehemaligen Kinos auf der Fläche der Benjamin-Franklin-Village als Ersatzspielstätte für die Sparten Schauspiel und Tanz auszuhandeln und diese samt den erforderlichen Nebenflächen anzumieten. Überdies soll ein neues Zentrallager angemietet werden.

Insgesamt sieht die Stadt Mannheim Investitionen von 2019 bis 2022 von rund 700 Millionen Euro vor, ohne neue Schulden aufnehmen zu müssen.