Bundesliga
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Spätes Remis gegen Wolfsburg: Der VfB hofft noch

Der VfB Stuttgart hat zumindest seine kleine Chance auf den direkten Verbleib in der Fußball-Bundesliga gewahrt. Die Schwaben trennten sich 1:1 (0:1) vom VfL Wolfsburg, der dadurch auch noch den letzten Schritt zum Klassenerhalt machte.

Von Christoph Lother, dpa
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Lesezeit 2 Min
VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg
John Anthony Brooks (2.v.r) trifft für Wolfsburg.  Foto: Tom Weller/dpa

Abwehrspieler John Anthony Brooks brachte die Gäste vor 52.230 Zuschauern in der 13. Minute in Führung. Der eingewechselte Chris Führich sorgte mit dem 1:1 in der 89. Minute dafür, dass der VfB die direkte Rettung noch schaffen und die Relegation verhindern kann.

Da Hertha BSC bei Arminia Bielefeld ebenfalls 1:1 spielte, bleibt der VfB vier Punkte hinter den Berlinern und kann den Nichtabstiegsplatz 15 in den ausstehenden zwei Spielen noch erreichen. Der Vorsprung des Tabellen-16. auf die Arminia auf dem Abstiegsrang 17 beträgt weiter zwei Zähler. Wolfsburg ist mit 38 Punkten endgültig gerettet.

Reaktion gefordert

Nicht nur VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo wollte von seinem Team nach dem enttäuschenden 0:2 bei der Hertha am vergangenen Wochenende eine Reaktion sehen - auch die Fans. «Taten statt leere Worte - Zeigt Kampf und Einsatz!» stand auf einem großen Banner, das während des Aufwärmens der Spieler in der Kurve hing. Die Rückkehr von Atakan Karazor im Mittelfeld und des aus Wolfsburg ausgeliehenen Omar Marmoush im Angriff galten als Mutmacher für die Stuttgarter. Und ihr Bemühen war den Gastgebern diesmal auch nicht abzusprechen.

Doch wie in Berlin kassierten sie einen frühen Rückschlag. Nach einer Ecke von Maximilian Arnold von der rechten Seite köpfte der recht unbedrängte Brooks zur Wolfsburger Führung ein. Der VfB blieb damit auch im 20. Bundesliga-Heimspiel in Serie nicht ohne Gegentor.

Ein großes Problem der Stuttgarter ist aber auch ihre Offensive. Wie sie es auch versuchten, erzeugten die Gastgeber 40 Minuten lang keinerlei Gefahr - von einem Schuss von Erik Thommy (20.) mal abgesehen. In der Endphase der ersten Hälfte erhöhten sie zwar den Druck. Richtig in Bedrängnis geriet die VfL-Abwehr um Brooks und Maxence Lacroix, der für Sebastian Bornauw (Rückenprobleme) in die Startelf zurückgekehrt war, aber auch dann selten. So verwalteten die Wolfsburger ihren knappen Vorsprung in die Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit taten die Gäste, bei denen heftige Niederlagen (0:3 in Augsburg und 1:6 in Dortmund) in den vergangenen Wochen mit klaren Siegen (4:0 gegen Bielefeld und 5:0 gegen Mainz) gewechselt hatten, nicht viel mehr als sie mussten. Der VfB rannte an und kämpfte um den Ausgleich, ließ im letzten Drittel aber weiterhin die Durchschlagskraft vermissen. Mittelstürmer Sasa Kalajdzic war quasi kein Faktor, Joker Führich zielte wie seine Kollegen bei einem Schuss zu ungenau (70.). Kurz vor Schluss machte er es besser, traf nach einer Flanke des ebenfalls eingewechselten Enzo Millot zum Ausgleich und brachte so die Hoffnung auf die direkte Rettung zurück.

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