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Keine Jobgarantie für VfB-Trainer und Sportdirektor Wehrle

Vorstandschef Alexander Wehrle vom abstiegsbedrohten Stuttgarter Fußball-Bundesligisten spricht vor dem Saisonfinale über Erfahrungen aus Köln und die anstehende Saisonanalyse.

Florian Huber
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Lesezeit 2 Min
Keine Jobgarantie für VfB-Trainer und Sportdirektor
Alexander Wehrle strahlt Zuversicht aus vor dem 34. Spieltag, an dem es für seinen VfB Stuttgart um viel geht. Foto: dpa  Foto: Rolf Vennenbernd

Am Montag jährt sich für den VfB Stuttgart der Gewinn des deutschen Meistertitels 1992 zum 30. Mal. Deshalb tritt der Verein in Trikots mit dem Design von damals an, die Meister von einst sind zum Saisonfinale am Samstag gegen den 1. FC Köln eingeladen. Für die Schwaben geht es um den direkten Klassenerhalt, der nur mit einem Heimsieg und einer Hertha-Niederlage in Dortmund noch möglich ist. Ansonsten wartet wohl die Relegation. Vor dem Saisonfinale sprach der Stuttgarter Vorstandschef Alexander Wehrle über...

…die Ausgangssituation:

"Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir die Klasse halten und optimistisch, dass wir am Samstag auf Rang 15 kommen."

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Vor dem Saisonfinale hat der abstiegsgefährdete Fußball-Bundesligist Hertha BSC Personalsorgen in der Abwehr.

…die Gefahr, dass der VfB am Samstag in einem Endspiel erneut so gehemmt auftritt wie beim 0:2 in Berlin:

"Die Leistung in München beim 2:2 war zuletzt ein Ausrufezeichen. Der große Unterschied ist: Wir spielen nicht auswärts, sondern in Stuttgart, vor ausverkauftem Haus, das wird ein richtiger Hexenkessel. Der eine oder andere wird sich einen Schutz für den Ohren besorgen müssen. Schwaben können unfassbar laut sein."

…Kontakt nach Dortmund, das mit einem Heimsieg gegen Hertha BSC Schützenhilfe für den direkten Klassenerhalt leisten muss:

"Ich bin mir sicher, dass der BVB einen guten Saisonabschluss haben will, die werden schon motiviert sein, vor eigenem Anhang. Von meiner Seite wird es keine Kontaktaufnahme geben, keine Anrufe, SMS oder so. Ein Anruf oder ein Päckle Maultaschen helfen da auch nicht."

...zwei Herzen in seiner Brust, nach neun Jahren in Köln:

"Ich muss alles dafür tun, dass wir drinbleiben. Wir brauchen drei Punkte, um noch den direkten Klassenerhalt zu schaffen. Die Kölner haben es ja auch nicht in der eigenen Hand, ob sie es in die Europa League schaffen, sondern sind von Union Berlin abhängig. Für Köln ist es so oder so ein toller Erfolg."

…die Erfahrungen aus dem Abstiegskampf mit dem 1. FC Köln im Vorjahr:

"Es hilft, wenn man schon mehrmals in der Situation war, mehrgleisig planen zu müssen. Es hilft auch für die innere Ruhe, wenn man schon mal Relegation gespielt hat. Relegation ist keine Bestrafung, es ist eine Chance. Wenn man sie annimmt, dann hat man in 180 Minuten gegen einen Zweitligisten gute Chancen."

…die Zukunft von Trainer und Sportdirektor beim VfB:

"Unser Fokus ist die gemeinschaftliche Saisonanalyse, dafür gibt es schon einen Termin. Wir werden besprechen, was wir für die neue Saison anders machen. Wir werden zu Erkenntnissen kommen - und zwar alle drei. Trainer Pellegrino Matarazzo und Sportdirektor Sven Mislintat haben, und das ist doch das Positive, einen Vertrag beim VfB Stuttgart, der nicht zum 30.6. dieses Jahres ausläuft. Es ist nicht so, dass, wenn wir absteigen, es weder Rino noch Sven noch Alex Wehrle geben wird. Es ist aber auch völlig normal, und zwar völlig unabhängig davon, ob wir die Klasse halten oder nach der Relegation in die zweite Liga gehen würden, dass man sich nach einer Saison zusammensetzt."

…die Auswirkungen der unklaren Klassenzugehörigkeit auf die Kaderplanung:

"Es gibt innerhalb der Szenarien sogenannte Schattenkader. Wir sind für beide Szenarien vorbereitet. Wir hätten auch in der 2. Liga ein wettbewerbsfähiges Team."

…mögliche Abgänge im Stuttgarter Mannschaftskader:

"Es ist eine unterschiedliche Situation, ob ich Transfers machen muss oder weil Leistungsträger den nächs

ten Schritt bei einem anderen Verein gehen wollen. Es ist nicht so, dass wir sagen, wir müssen die Summe x erwirtschaften. Das würde auch unsere Verhandlungsposition verschlechtern."

…die Herausforderungen abseits der sportlichen Situation:

"Eine Riesenaufgabe wird der Umbau der Mercedes-Benz-Arena mit der Erneuerung der Haupttribüne für 128 Millionen Euro sein. Wir müssen rechtzeitig vor der EM 2024 fertig sein. Durch den Umbau können wir ab 2024 mehr Einnahmen generieren, wir werden einen der modernsten Businessbereiche in Deutschland haben."

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