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Hohenloher Pfeiffer wechselt wohl zum VfB

Der aus Gommersdorf stammende Stürmer soll künftig für den Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart Tore schießen. Warum den 25-Jährigen Heimatnähe stark macht.

Florian Huber
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Lesezeit 2 Min
Hohenloher Pfeiffer wechselt wohl zum VfB
Luca Pfeiffer (rechts) bewies in der Vorsaison seine Treffsicherheit im Trikot des SV Darmstadt in Liga zwei, nun soll er Tore für den VfB Stuttgart erzielen.  Foto: Daniel Karmann

Es muss kein schlechtes Omen sein, wenn der VfB Stuttgart Spieler verpflichtet, die auch schon das Trikot des Lokalrivalen Stuttgarter Kickers getragen haben. Bei Guido Buchwald ist das der Fall gewesen, bei Jürgen Klinsmann auch. Weltmeister wie die beiden, das muss Luca Pfeiffer nicht werden.

Transfer für etwa drei Millionen praktisch perfekt

Beim VfB Stuttgart wären sie schon zufrieden, wenn der neue Stürmer Tore für den Bundesliga-Klassenerhalt beisteuert. Der 25-Jährige aus dem hohenlohischen Gommersdorf soll vom dänischen Erstligisten FC Midtjylland nach Stuttgart wechseln. Nach diversen Medienberichten soll der Transfer für etwa drei Millionen Euro praktisch perfekt sein.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat hat unlängst betont, auf alle Transfer-Eventualitäten vorbereitet sein zu wollen. Dass Sasa Kalajdzic nach Höherem strebt, ist bekannt. Mislintats Plan B ist in Wahrheit nun ein Plan P. P wie Pfeiffer. Das passt, weil Luca Pfeiffer nicht nur von seiner Spielweise und Größe dem Österreicher ähnelt.

Noch dazu ist der 1,96 Meter-Mann einer aus der Region, das dürfte den Fans gefallen. Für den Heimatverein von VfB-Anteilseigner Jako, den FSV Hollenbach, kickt Pfeiffer lange in der Jugend und auch bei den Aktiven. Für keinen Club hat der lange Schlaks mehr Spiele bestritten als für den Oberliga-Aufsteiger.

In Hoffenheim fast die Lust verloren

Luca Pfeiffers lange Reise zum VfB ist eine mit Umwegen. In der Nachwuchsakademie der TSG Hoffenheim hat er einst fast die Lust auf den Fußball verloren, über das Wohlfühlbecken Hollenbach, die Stuttgarter Kickers, Paderborn und Osnabrück gelingt ihm der Durchbruch bei den Würzburger Kickers, die er in Liga zwei geschossen hat.

2020 holt der dänische Meister FC Midtjylland Pfeiffer mittels datenbasiertem Scouting. Vereinfacht ausgedrückt: Man füttert den Computer mit erhobenen Daten und lässt ihn Algorithmen berechnen. Am Ende steht die Frage: Welcher bezahlbare Spieler ist der richtige für uns?

"Es war überraschend, dass es mich trifft", hat Luca Pfeiffer damals über seinen Wechsel gesagt. Der große Durchbruch gelingt ihm nicht, allerdings darf er in der Champions League beim FC Liverpool ran. "Ich hätte nie gedacht, dass ich da mal spiele. Da ging schon ein Traum in Erfüllung", sagt Pfeiffer damals der Heilbronner Stimme. Sätze, die er als VfB-Spieler wohl wiederholen wird.

Heimisches Umfeld als Motivationsspitze

Das Scheitern in Dänemark liegt auch an den Corona-Beschränkungen, der fremden Sprache. "Es ist manchmal schwierig zu funktionieren, wenn man fernab des heimischen Umfelds ist", hat Pfeiffer 2020 noch in dänischen Diensten gesagt. In der Vorsaison glänzt Pfeiffer dann wieder heimatnah, als der Wohlfühlfaktor gestimmt hat. Für Zweitligist SV Darmstadt erzielt er als Leihspieler vergangene Saison 17 Tore, der Club verpasst denkbar knapp den Sprung in die erste Liga. Bei einem Aufstieg des SVD wäre Luca Pfeiffer wohl dort geblieben.

So ist es für ihn zurück nach Dänemark gegangen, wo er zuletzt aber nur draußen gesessen hat. Jetzt wird Pfeiffer zum zweiten Hohenloher im VfB-Kader - neben Lilian Egloff aus Bretzfeld.

 

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