Hintergrund - Alpin-Skirennläufer Hermann Maier tritt ab

München (dpa)  p> 23. Februar 1997: Fast genau ein Jahr nach seinem Weltcup-Debüt gewinnt der gelernte Maurer Hermann Maier sein erstes Rennen in der Ski-Elite. Mit einer Schiene am Arm nach einem Abfahrtssturz siegt er beim Super-G von Garmisch-Partenkirchen.

Medaillensammler
Hermann Maier 1998 mit seinen Goldmedaillen von Nagano.

13. Februar 1998: Der Mythos vom «Herminator» entsteht, als Maier bei der Olympia-Abfahrt in Nagano spektakulär stürzt - und trotz der Blessuren kurz darauf im Super-G und Riesenslalom zwei Goldmedaillen holt. Im Gesamt-Weltcup gewinnt er wenig später erstmals seit 28 Jahren die Herren-Kristallkugel für Österreich.

24. August 2001: Bei einem Sturz mit dem Motorrad erleidet Maier einen offenen Unterschenkelbruch im rechten Bein, anfangs besteht sogar Amputationsgefahr. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere scheint mit einem Mal alles aus zu sein. Aber noch im Krankenbett beginnt Maier mit Krafttraining an seiner Rückkehr zu arbeiten. Trotz seiner schweren Verletzung wird er Ende 2001 zum vierten Mal nacheinander zu Österreichs «Sportler des Jahres» gewählt.

14. Januar 2003: Nach 675 Tagen Verletzungspause kehrt Maier beim Riesenslalom in Adelboden in den Weltcupzirkus zurück. Vier Tage danach wird er in der Wengen-Abfahrt bereits wieder Siebter - und 13 Tage später feiert er im Super-G von Kitzbühel einen sensationellen Comeback-Sieg.

30. November 2008: Der inzwischen 35-jährige Maier schafft nach 34-monatiger Erfolglosigkeit im Super-G von Lake Louise seinen 54. Weltcupsieg. Es wird der letzte seiner Laufbahn bleiben.

13. Oktober 2009: Hermann Maier gibt in Wien seinen Rücktritt vom alpinen Skisport bekannt. Im Vorfeld hatte er alle Trainingskurse für die Olympia-Saison sausenlassen und war erst sehr spät ins Training eingestiegen. Trotzdem sei die Entscheidung «spontan» gefallen.

1. Ingemar Stenmark (Schweden) 86 Weltcup-Siege

2. Hermann Maier (Österreich) 54

3. Alberto Tomba (Italien) 50

4. Marc Girardelli (Luxemburg) 46

5. Pirmin Zurbriggen (Schweiz) 40

6. Benjamin Raich (Österreich) 34 *

7. Bode Miller (USA) 31 *

8. Stephan Eberharter (Österreich) 29

9. Phil Mahre (USA) 27

10. Franz Klammer (Österreich) 26

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