Alpin-Urgestein Büchel sagt im Anzug Ade

Garmisch-Partenkirchen (dpa)  Abschiedsschmerz und Augenzwinkern: Als Gentleman und Spaßvogel hat sich Skirennfahrer Marco Büchel nach mehr als 15 Jahren vom alpinen Ski-Weltcup verabschiedet.

Adieu
Der Liechtensteiner Marco Büchel verabschiedet sich im feinen Zwirn.

Im Starthaus gab's noch ein Gläschen Schampus, dann kurvte der 38 Jahre alte Liechtensteiner im feinen Zwirn und kurzer Hose als letzter Starter den Super-G in Garmisch-Partenkirchen herunter. Die knappe Minute Rückstand auf Sieger Erik Guay aus Kanada spielte bei «Büxis» 266. Weltcup-Start natürlich keine Rolle, mehrmals hielt das beliebte Alpin-Urgestein fast an, um Trainer und Betreuer am Pistenrand abzuklatschen.

«Das ist sehr emotional. Es fällt mir schwer Worte zu finden. Ich habe kalte Knie. Das waren fantastische Jahre. Danke für alles», sagte der Publikumsliebling mit belegter Stimme, bevor er es sich mit einem großen Weißbierglas in einem Liegestuhl gemütlich machte. Der Applaus der Zuschauer und der Respekt von Kollegen und Verantwortlichen war dem viermaligen Weltcup-Sieger sicher, der die Ski-Szene künftig als ZDF-Experte begleiten wird. «Er war ein sehr großer Sympathieträger für den Skirennsport», sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier. «Er hatte immer ein gutes Naturell mit Freundlichkeit und Fairness. Deshalb mochten ihn die Leute.»