Kein DFB-Pokalspiel in Heilbronn

Fußball - Noch bevor feststeht, wie der Gegner der Neckarsulmer Sport-Union im DFB-Pokal heißt, ist eine Sache geklärt: Als Austragungsort des Erstrundenspiels Anfang August steht das Heilbronner Frankenstadion nicht zur Verfügung. Die Tartanbahn wird ausgetauscht.

Von unserem Redakteur Florian Huber
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Fußball - Noch bevor feststeht, wie der Gegner der Neckarsulmer Sport-Union im DFB-Pokal heißt, ist eine Sache geklärt: Als Austragungsort des Erstrundenspiels im Zeitraum 2. bis 5. August steht das Heilbronner Frankenstadion (Foto: Archiv/Berger) nicht zur Verfügung. Das bestätigte am Freitag Bürgermeister Harry Mergel auf Stimme-Anfrage. „Die Tartanbahn wird ausgetauscht. Das Frankenstadion ist deshalb bis Ende August gesperrt.“

Blau statt Rot wird die Laufbahn, die neue Farbe hätte ganz gut zur Neckarsulmer Sport-Union gepasst. Dort ist man sehr enttäuscht über die Absage aus Heilbronn. „Das Herz der Region ist einfach Heilbronn. Wir hätten sehr gerne dort gespielt, wo das Herz auch im Fußball so lange geschlagen hat“, sagt Marco Merz, der Neckarsulmer Sportdirektor.

Verhältnismäßig

Eine Unterbrechung oder Aufschiebung der Arbeiten im Frankenstadion kämen nicht infrage. „Das ist eine Frage der Verhältnismäßigkeit“, sagt Mergel. Die Bauarbeiten sind schon lange geplant, vergeben und terminiert. Sie beginnen nach dem Elton-John-Konzert am 7. Juli. „Mir ist die Absage an Neckarsulm auch unangenehm. Wir wären sehr gerne Gastgeber gewesen“, sagt Mergel.

So müssen nun andere Austragungsorte her. Alternative Nummer eins ist die Comtech-Arena in Großaspach mit ihrer Kapazität von 10 000 Zuschauern. Eine moderne Arena, die auch den Anforderungen der übertragenden TV-Sender entspricht. Denn egal wie der Gegner heißt: Der Bezahlsender Sky überträgt ja alle Spiele live.

Eine zweite Möglichkeit bei einem attraktiven Kontrahenten wäre zudem die Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim. Der Hausherr 1899 Hoffenheim zeigte sich vor vier Jahren beim Pokal-Heimspiel der Spvgg Neckarelz gegen Bayern München vor 30.000 Zuschauern schon einmal von der hilfreichen und kooperativen Seite.

Pichterich ist Favorit

„Zunächst müssen wir die Auslosung abwarten“, sagt Marco Merz. Denn es gibt ja auch noch die dritte Möglichkeit, der insgeheime Favorit vieler Neckarsulmer. Ein DFB-Pokal-Heimspiel auf dem Pichterich. „Wenn eine Stadt so etwas hinbekommt, dann ist es Neckarsulm“, drückt Marco Merz aus, was viele in der Stadt und im Verein hoffen. Schließlich wurde für das WFV-Pokalhalbfinale gegen den SSV Ulm innerhalb weniger Wochen und Tage eine Flutlichtanlage installiert.

Warum sollte es dann unmöglich sein, mit sechswöchiger Vorlaufzeit den Pichterich in ein pokaltaugliches Stadion zu verwandeln? Mit Stahlrohrtribünen, 5000 Plätzen. Dann wäre es für Neckarsulm auch ein richtiges Heimspiel. Das Problem: Es gibt relativ umfangreiche Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes. Dazu gehören zum Beispiel Blocktrennungen der Fans, Zäune. Oder aber separate Eingänge zu den Kabinen für die beiden Mannschaften.

Alles Dinge, die es im Pichterichstadion nicht gibt, auch nicht geben muss, weil hier bislang nur Landesligafußball gespielt wurde.

 


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