Heilbronn will nun doch das NSU-Pokalspiel

Fußball - Die Fußballer der Neckarsulmer Sport-Union sind auf der Suche nach einem Austragungsort für ihr DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen den FCK. Nach einer Absage der Stadt Heilbronn wegen Bauarbeiten im Frankenstadion hat jetzt offenbar ein Umdenkprozess eingesetzt.

Von Florian Huber
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Das letzte große Fußballspiel im Heilbronner Frankenstadion fand im August 2009 statt. Damals traf die SG Sonnenhof Großaspach auf den VfB Stuttgart. Foto. Archiv/Veigel
Fußball - Bahnt sich da eine Rolle rückwärts in der Stadionfrage für die Neckarsulmer Sport-Union an? Die Fußballer sind seit Samstag auf der Suche nach einem Austragungsort für ihr DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern. „Wir versuchen alles, um diesen Fußball-Festtag in Heilbronn möglich zu machen“, sagt Harry Mergel. „Ich bin optimistisch, dass wir es hinbekommen.“

Vor der DFB-Pokal-Auslosung hatte Heilbronns Sport- und Kultur-Bürgermeister die Gastgeberrolle Heilbronns aufgrund bestehender Bauverträge gegenüber der Heilbronner Stimme noch kategorisch ausgeschlossen (wir berichteten). Im Frankenstadion wird – wie schon lange geplant – im August die Tartanbahn ausgetauscht.

Bahnrenovierung

Nun hat also offenbar ein Umdenkprozess eingesetzt. Auch weil die beteiligten Baufirmen mitspielen und die Bahn somit erst direkt nach dem noch nicht exakt terminierten Spiel (2./3./4. oder 5. August) ausgetauscht wird.

Um zwei Wochen würde sich der Zeitplan der Bauarbeiten nach hinten verschieben, damit Heilbronn Gastgeber für das Spiel des Verbandsligisten aus der Nachbarstadt sein kann.

In Neckarsulm hört man die positiven Meldungen aus Heilbronn natürlich sehr gerne. „Das Spiel sollte in der Region stattfinden“, sagt Rolf Härdtner. Auch Neckarsulms Vorstand hat erkannt: „Für dieses Spiel ist die Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim wohl zu groß.“ Und auch die Neckarsulmer wissen: In Großaspach müsste man vor einer kleineren Kulisse spielen als in Heilbronn.

Harry Mergel hat gestern noch einmal das Frankenstadion inspiziert. Der Rasen im Stadion ist trotz des Konzerts der Toten Hosen am vergangenen Freitag in einem akzeptablem Zustand. „Der Rasen hat natürlich gelitten“, sagt Mergel und fügt an: „Das lässt sich aber in den Griff bekommen.“ Das Grün bekommt nun ein intensives Pflegeprogramm und eventuelle Schadstellen werden nach dem Elton-John-Konzert am 7. Juli ausgetauscht. „Das ist in unserem Etat drin“, sagt Mergel.

Details klären

In den nächsten Tagen sollen dann auch die letzten Details zwischen Stadt Heilbronn und der Neckarsulmer Sport-Union geklärt werden, damit der Verein zeitnah mit der Planung und dem Kartenvorverkauf für das Spiel beginnen kann – und Heilbronn auch offiziell als Spielort beim Deutschen Fußball-Bund gemeldet wird.

Vom DFB dürfte es problemlos grünes Licht für das Frankenstadion geben. Schließlich spielte hier vor vier Jahren Großaspach im Pokal gegen den VfB Stuttgart. Das Frankenstadion hat aktuell eine Kapazität von 16.500 Plätzen.

 

 


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