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Nottingham (dpa)

Starke Hockey-Damen beim Trophy-Start

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Deutschlands Hockey-Damen haben einen vielversprechenden Start in das Turnier der sechs weltbesten Mannschaften hingelegt. Nach dem 2:1 (1:1)-Auftaktsieg über China erkämpfte die Auswahl von Bundestrainer Michael Behrmann bei der Champions Trophy gegen Argentinien ein 2:2 (1:0).

Von Thomas Prüfer, dpa
Ein Hockeschläger führt einen Ball.
Ein Hockeschläger führt einen Ball.

Vor 1000 Zuschauern in Nottingham brachte Natascha Keller (21. Minute) die junge DHB-Mannschaft sogar in Führung. Nach der Pause drehten Mariana Rossi (41.) und Noel Barrionuevo (43.) mit einem Doppelschlag die Partie zunächst. Doch Spielführerin Tina Bachmann (59.), die mit ihren Kolleginnen am Dienstag auf Turnier-Gastgeber England trifft, rettete mit einem Strafeckentreffer den einen wichtigen Punkt.

«Das 2:2 gegen den Turnier-Favoriten fühlt sich wie ein Sieg an», meinte Bundestrainer Behrmann. Aber er war nicht ganz zufrieden. «Leider haben wir nur eine gute erste Halbzeit gespielt», monierte er. Bachmann zog eine positive Zwischenbilanz: «Die Vier-Punkte- Ausbeute gegen zwei so starke Gegner ist auf jeden Fall positiv.»

Die bei der 18. Trophy-Auflage ohne die Leistungsträgerinnen Fanny Rinne (verletzt) und Anke Kühn (schwanger) angetretenen Deutschen agierten gegen die Bronzemedaillen-Gewinner aus Argentinien aus einer sicheren Abwehr heraus, hinter der Torfrau Barbara Vogel in ihrem 50. Länderspiel eine Top-Leistung bot.

Nach guten Chancen für den Gegner setzte sich Lina Geyer auf der rechten Seite durch und passte auf Keller, die ihr 175. Länderspieltor erzielte. Pech war, dass Celine Wilde vor der Pause wegen einer Knieverletzung aus dem Spiel musste.

Zunächst kippte die Partie nach dem Wechsel. Rossi mit einer starken Einzelleistung und Barrionuevo per Strafecke trafen doppelt in nicht einmal zwei Minuten. Als Argentiniens Giselle Kanevsky eine Zwei-Minuten-Strafe abbrummte, schlugen die DHB-Damen mit Bachmanns Treffer zurück. Kurz vor Schluss hätte Natascha Keller fast noch zum Sieg getroffen.

Tags zuvor hatten die DHB-Damen dank Eileen Hoffmann einen Start nach Maß hingelegt. Mit zwei Toren (17./55.) sicherte die Stürmerin des UHC Hamburg ihrem Team fast im Alleingang den Sieg über China. Xiaoxu Xu (9.) hatte die Asiatinnen in Führung gebracht, doch am Ende setzte sich die Elf willensstark durch. Deutschland gelang damit die Revanche für die im Olympia-Halbfinale 2008 von Peking erlittene Niederlage. Behrmann: «Beim Gegentor haben wir gepennt, insgesamt war das aber ein toller Einstand mit dieser jungen Mannschaft.»

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