Ringer aus Köllerbach deutsche Meister
Der KSV Köllerbach hat sich zum dritten Mal in Serie den deutschen Meistertitel der Ringer gesichert und konnte sich im letzten Finalkampf beim Luckenwalder SC sogar eine 19:21-Niederlage leisten. Der 23:16-Vorsprung aus dem Hinkampf reichte zum Hattrick.
Die Enttäuschung beim Gastgeber hielt sich in Grenzen, obwohl er nun schon zum dritten Mal im Finale scheiterte. «Ich bin mit meiner Mannschaft nicht unzufrieden, wenngleich ich mir ein besseres Endergebnis gewünscht hätte, das durchaus auch im Bereich des Möglichen lag», meinte LSC-Trainer Heiko Röll. Köllerbachs Trainer Thomas Geid sprach den Luckenwaldern ein dickes Kompliment aus. «Sie haben uns das Leben ganz schön schwer gemacht. Zur Halbzeit, als sie eine 13:5-Führung herausgeholt und praktisch den Rückstand wettgemacht hatten, war mir wirklich nicht wohl zu Mute.» Aber dann stachen noch seine Asse Fischer sowie Shykka.
Luckenwaldes Geschäftsführer Herbert Vogel sah trotzdem keinen Grund zur Traurigkeit: «Wenn man die gesamte Saison betrachtet, ist die erneute Vizemeisterschaft durchaus ein Erfolg, vor allem vor dem Hintergrund, dass im Oktober einige wegen finanzieller Schwierigkeiten sogar vom Rückzug aus der Bundesliga sprachen.»
Möglich, dass ab der nächsten Saison vier statt bislang drei deutsche Kämpfer in der Zehner-Mannschaft stehen müssen. Mit dieser Quoten-Vorstellung will jedenfalls der Ringerbund-Präsident Manfred Werner in die Bundesliga-Tagung Mitte Februar gehen. Sein Wunsch von einer eingleisigen Bundesliga, für die auch Luckenwalde plädiert, wird dagegen wohl weiter ein unerfüllter Traum bleiben.
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