Freiwasserschwimmer Studzinski löst EM-Ticket
Die Freiwasserspezialisten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) sind für die Welt-und Europameisterschaften gerüstet. Zum Abschluss der nationalen Meisterschaften in Strausberg löste auch Alexander Studzinski das EM-Ticket.

Der Wiesbadener kam nach 5:12:25,91 Stunden über die 25-Kilometer-Distanz zu einem klaren Erfolg vor Titelverteidiger Benjamin Konschak aus Karlsruhe (5:34:38,71). Bei den Frauen holte sich die Olympia-Dritte von Atlanta 1996 über 200 Meter Rücken, Cathleen Rund-Großmann, mit 32 Jahren ihren ersten Freiwassertitel. In 5:47:24,77 Stunden verpasste sie über die Marathondistanz aber einen Platz im EM-Team. Vizemeisterin wurde die Vorjahresdritte Kerstin Döll (Ohligs).
Angetan war DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow vor allem von Nadine Reichert (Mainz). «Sie hat eine sehr gute Leistung gezeigt und mich überzeugt», meinte er zur Meisterin über fünf Kilometer. Die olympische Zehn-Kilometer-Distanz ging in 2:02:12,81 Stunden an Angela Maurer (Mainz), die für die EM als Weltmeisterin über 25 Kilometer gesetzt war. Eine Überraschung lieferte die bereits 32 Jahre alte Cathleen Rund-Großmann (Wiesbaden) bei ihrem ersten Freiwassertriumph über 25 Kilometer (5:47:24,77). Bei Olympia 1996 in Atlanta hatte sie Bronze über 200 Meter Rücken gewonnen.
Hinter dem Freiwasserstart von Jan Wolfgarten (Würzburg), der das Verfolgungsrennen über fünf Kilometer gewann, steht ein Fragezeichen. Er ist bereits auch für die 800 Meter Freistil bei der EM der Beckenschwimmer in Budapest (9. bis 15. August) qualifiziert. «Wir müssen abwägen, wo seine Chancen am besten sind», erklärte Buschkow und dachte dabei vor allem an das Mannschafts-Verfolgungsrennen über 3x5 Kilometer.
Wie seine Gattin Nadine konnte sich auch Christian Reichert (Wiesbaden) für beide Titelkämpfe qualifizieren. Er hatte sich den Titel über zehn Kilometer geholt.
Komplett auf die Deutschen Meisterschaften verzichtet hatte Thomas Lurz (Würzburg). Er war für WM und EM über fünf und zehn Kilometer gesetzt worden. Stattdessen ging er beim Marathon-Weltcup in Setubal an den Start. Dort feierte er mit einem Sieg über zehn Kilometer eine gelungene Generalprobe im Hinblick auf seine Titelverteidigungen bei der WM in Roberval/Kanada (17. bis 22. Juli). Angela Maurer wurde in Portugal Dritte.
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