Turn-EM: Computer in den Ringen misst Haltezeiten

Glasgow (dpa)  Eine Premiere erlebt bei der Turn-EM in Glasgow die Zeitmessung für bestimmte Halte-Elemente an den Ringen. Ein in den Ringen neuerdings eingebauter Mini-Computer misst exakt, wie lange zum Beispiel eine Stützwaage geturnt wird.

Neuerungen im Turnen
Bei der Turn-EM wird eine neue Zeitmessung für bestimmte Halte-Elemente an den Ringen getestet.  

Vorgeschrieben ist für die Anerkennung des Elements eine Haltezeit von zwei Sekunden. Sollte es ein Turner nur zwischen einer und zwei Sekunden halten, wird er mit einem Abzug von 0,3 Punkten belegt. Sollte er das Element unter einer Sekunden halten, wird es überhaupt nicht gewertet.

Betroffen von der Premiere war in der Qualifikation am Donnerstag der Hallenser Nick Klessing bei seiner gegrätschten Stützwaage. Minutenlang diskutierten die Kampfrichter vor ihrem Computer auf den Rängen über die von der Messanlage gelieferten Haltezeiten - und entschieden sich schließlich für den Abzug.

«Wir haben im Training noch nie so genau darauf geachtet. Im Trainingslager Kienbaum verfügen die Ringe noch gar nicht über so eine Messvorrichtung», sagte Klessing am Freitag. Einig sind sich die Turner, dass durch diese Neuerung die Wertungen objektiver werden. «Wir müssen uns nur besser darauf einstellen», meinte der Hallenser.