Ehemaliger Hindernisläufer Baumgartl gestorben

Dresden (dpa)  Der Olympia-Dritte von 1976 über 3000 Meter Hindernis, Frank Baumgartl, ist tot. Wie die «Sächsische Zeitung» berichtet, starb der 55-Jährige bereits am 26. August bei einer Radtour am Comer See. Dort hatte er einen Herzstillstand erlitten.

Die per Hubschrauber eintreffenden Rettungskräfte konnten den ehemaligen Leichtathleten nicht ins Leben zurückholen. Baumgartl holte seine Olympia-Medaille in Montréal in einem spektakulären Rennen. An aussichtsreicher Position laufend, blieb er auf der Zielgeraden am letzten Hindernis-Balken hängen und stürzte. Schwedens Weltrekordler Anders Gärderud und der Pole Bronislaw Malinowksi nutzten das Malheur und liefen zu Gold und Silber. Dank seines Kampfgeistes rettete Baumgartl noch den dritten Platz und lief in 8:10,32 Minuten sogar DDR-Rekord.

Der ehemalige Dresdner Europameister im Hindernislauf, Hagen Melzer, zeigte sich tief betroffen vom Tod Baumgartls: «Er war mein Vorbild, ein großer Kämpfer.»