WM-Medaillengewinne von Jerome Young annulliert

Monte Carlo (dpa)  Der amerikanische Doping-Sünder und 400-Meter-Läufer Jerome Young verliert seine Weltmeisterschafts-Medaillen. Wie der Leichtathletik-Weltverband IAAF mitteilte, wurde ihm auch das WM-Gold über 400 Meter von 2003 weggenommen.

Dopingsünder
Jerome Young holte als Läufer mit der 4 x 400 Meter-Staffel der USA eine Medaille.

Nachträglich neuer Weltmeister ist nun sein Landsmann Tyree Washington. Außerdem wurde der amerikanischen 4 x 400-Meter-Staffel, die mit Young bei der Hallen-WM 2003 in Birmingham gewonnen hatte, der Titel ab- und dem jamaikanischem Quartett zuerkannt.

Grund für die nachträgliche Annullierung der WM-Erfolge von Young sind Unterlagen des US-Verbandes USATF, die der IAAF zur Verfügung gestellt wurden und belegen, dass er bereits von 1991 bis 2003 Dopingmittel genommen hat. Der US-Sprinter war 2004 lebenslang gesperrt und sein Olympiasieg 2000 in Sydney mit der 4 x 400-Meter- Staffel annulliert worden. Young war positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet worden. Es war sein zweiter Doping-Verstoß nach 1999, als er mit dem anabolen Steroid Nandrolon erwischt wurde. Allerdings hatte ein US-Schiedsgericht ihn zunächst von diesem Vorwurf freigesprochen und seinen Start bei den Sydney-Spielen ermöglicht.