Schwenke neuer Trainer bei Rhein-Neckar Löwen

Mannheim (dpa)  Der ehemalige Handball-Nationalspieler Wolfgang Schwenke übernimmt das Traineramt beim Mannheimer Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen.

Der 40-Jährige erhielt einen Vertrag bis zum Saisonende am 30. Juni 2009, teilte der badische Club mit und bestätigte damit Informationen der «Kieler Nachrichten». Schwenke soll gemeinsam mit Christian Schwarzer als gleichberechtigtem Spielertrainer die sportliche Verantwortung tragen. Der 38 Jahre alte Kreisläufer war nach der Entlassung des Weißrussen Juri Schewzow am vergangenen Donnerstag kurzfristig zum Interimscoach berufen worden.

«Das ist eine Riesenherausforderung. Davor kann man weglaufen oder einfach ja sagen. Ich habe Letzteres gemacht», sagte Schwenke. Der frühere Rückraumspieler des THW Kiel und des VfL Bad Schwartau soll am 24. September nach Mannheim kommen und in der Bundesliga-Partie bei der HSG Nordhorn seinen ersten Einsatz als Coach des Tabellenachten haben. Beim Pokalspiel am Dienstabend gegen Ligakonkurrent HBW Balingen-Weilstetten trug noch das Interims-Duo Schwarzer und David Slezak die Verantwortung.

«Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dem Gespann Wolfgang Schwenke und Christian Schwarzer die richtige Lösung gefunden haben», sagte Löwen-Manager Thorsten Storm. «Wir halten an unserer Zielsetzung, unter die ersten Drei zu kommen und damit erneut in die Champions League einzuziehen, fest.» Nationaltorhüter Henning Fritz, der ebenfalls noch mit Schwenker zusammen in der deutschen Auswahl spielte, sagte: «Einen jungen Trainer zu holen, das wird neue Ideen für uns bringen.»

Schwenke hatte seit 2001 den schleswig-holsteinischen Zweitligisten TSV Altenholz trainiert. Als aktiver Profi gewann der 53-malige Nationalspieler mit Kiel fünf deutsche Meisterschaften, wurde dreimal Pokal- und 1998 EHF-Cupsieger. «Ich weiß, wie sich Erfolg anfühlt, und ich weiß, was man dafür tun muss», sagte er.

Nach dem enttäuschenden Saisonstart mit nur zwei Siegen in vier Spielen hatten die Rhein-Neckar Löwen Schewzow nach gut drei Jahren entlassen. «Wir haben in vier Spielen dreimal schlecht gespielt. Der Druck auf den Trainer war sehr, sehr groß geworden», erklärte Storm.