ALBA-Coach Aito äußert Zweifel an der Deutschen-Quote

Berlin (dpa)  ALBA Berlins Trainer Aito Garcia Reneses hat Zweifel an der Zukunft der Deutschen-Quote in der Basketball-Bundesliga geäußert.

ALBA-Coach
Aito Garcia Reneses ist der Cheftrainer von ALBA Berlin.

«Die deutschen Spieler dürfen ihren Platz im Team nicht wegen ihres Passes bekommen, sondern weil sie besser sind. Langfristig werden und müssen die Barrieren fallen», sagte der 72 Jahre alte Spanier der «Süddeutschen Zeitung». «Warum soll ein Deutscher, ein Spanier nicht mit einem Amerikaner, einem Russen oder einem Serben mithalten können?» Bis zum Ende der Bundesliga-Saison 2019/20 müssen bei einem Team auf dem Spielberichtsbogen von zwölf Profis mindestens sechs Deutsche stehen.

Aito gilt selbst als Förderer des deutschen Nachwuchs, setzt beim Hauptstadtclub auch unerfahrene Talente ein. «Es gibt sicher Trainer, die in dieser Hinsicht nicht ganz so risikofreudig sind», sagte der Coach. «Aber wenn ein Spieler jung ist, Qualität hat und gut arbeitet, wird er gebracht.»

Aito ist seit 2017 Trainer bei ALBA, führte den Club bislang national und international in vier Finals, wartet aber noch auf den ersten Titel mit Berlin. Ob er seinen auslaufenden Vertrag verlängert, ließ er weiter offen. «Wir werden sehen, wie ich mich am Ende der Saison physisch fühle», sagte er. «Aber ich bin weder um meine noch um ALBAs Zukunft besorgt. Was passieren muss, wird passieren.» Die Berliner treffen im Playoff-Viertelfinale von Samstag an auf ratiopharm Ulm.


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