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Hoeneß geht den Veränderungsprozess jetzt schon an

Die kritische Aufarbeitung der Bundesliga-Saison bei der TSG Hoffenheim ist in vollem Gange. In Gladbach geht es am Samstag noch um Rang acht und TV-Gelder.

Florian Huber
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Lesezeit 2 Min
Hoeneß geht den Veränderungsprozess jetzt schon an
Seit Donnerstag steht bei Sebastian Hoeneß beim Alter eine Vier vorne. Der Hoffenheimer Belegschaft spendierte der TSG-Trainer Eis. Foto: dpa  Foto: Uwe Anspach

Es gab nicht viel zu feiern bei der TSG Hoffenheim in den vergangenen sieglosen Wochen. Am Donnerstag spendierte Trainer Sebastian Hoeneß der gesamten Belegschaft Eis, der Trainer wurde schließlich 40 Jahre alt. Ein komischer Moment sei das gewesen, als er morgens daheim die zwei Kerzen mit einer 4 und einer 0 auf dem Kuchen erblickte. Am Samstag, nach dem finalen Saisonspiel bei Borussia Mönchengladbach (15.30 Uhr/Sky), steht noch die Saisonabschlussfeier auf dem Programm.

Das Motto lautet: Verbessern und optimieren

Nach dem Verpassen des Ziels Europapokal gilt für die TSG Hoffenheim das Gleiche wie für den Trainer mit dem Erreichen des fünften Lebensjahrzehnts. "Es geht weiter, aber wie?", sagte Sebastian Hoeneß im Scherz. Wesentlich ernsthafter lässt sich das auch mit Blick auf die Spielzeit 2022/23 fragen. "Es wird Veränderungen geben", sagt Hoeneß über den künftigen Kader, aber auch bezogen auf viele andere Bereiche im Club. Wie gravierend die ausfallen sei noch offen: "Es geht darum, dass wir Bewegung im Verein haben, Themen angehen um uns zu verbessern und optimieren." Unter diesem Motto stehen die vielen Besprechungen im Trainingszentrum gerade. Alles hinterfragen, alles kritisch durchleuchten. "Ich möchte jetzt schon das Gefühl haben, dass wir reagieren und Dinge in die Wege leiten", sagt Hoeneß. Von vorzeitigem Ferien-Feeling, Aufschieberitis bis zum Trainingsauftakt in ein paar Wochen also keine Spur.

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Misserfolge sorgten für Wirkungstreffer

Dafür waren die vergangenen Wochen voller Misserfolge für alle im Kraichgauclub zu sehr Wirkungstreffer. Ob auch die Vertragsverlängerung mit dem Trainer auf der Agenda steht? "Da gibt es von meiner Seite aus gar nicht viele Gedanken. Ich habe noch ein Jahr Vertrag", sagt Hoeneß: "Es geht darum, Weichen zu stellen für mehr Erfolg."

Eine Bitte an sein Team hat das Geburtstagskind nach acht Spielen ohne Sieg dann doch noch formuliert: "Mein größter Wunsch ist, dass wir mit einem Erfolgserlebnis aus der Saison gehen. Ich möchte keinen Sommerkick sehen", sagt Hoeneß. Für den Club geht es um Platz acht in der Endabrechnung, dadurch automatisch auch um TV-Gelder. Und dann sind da noch die 600 Fans, die an den Niederrhein mitreisen.

Der Kader fürs finale Saisonspiel, in dem Rang acht im Fernduell mit dem FSV Mainz verteidigt werden soll, fällt klein aus. Neben den vielen Langzeitverletzten gibt es Fragezeichen hinter Georginio Rutter (Schulter) und Ihlas Bebou (hat nicht mittrainiert). Munas Dabbur fehlt gelbgesperrt. "Ein einstelliger Tabellenplatz, das ist nicht so, dass wir zu Tode betrübt sein müssen, aber auch nicht jubelschreiend durch die Flure laufen", sagt Hoeneß.

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