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Ist das Heimspiel gegen Freiburg ein Endspiel für Hoffenheim, Herr Hoeneß?

Die TSG Hoffenheim und den SC Freiburg trennen vor dem direkten Duell mehr als nur drei Plätze in der Bundesliga-Tabelle.

Florian Huber
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Lesezeit 2 Min
Ist das Heimspiel gegen Freiburg ein Endspiel für Hoffenheim, Herr Hoeneß?
Aufschwung? Absturz? Nationalspieler David Raum und seine Kollegen von der TSG Hoffenheim stehen gegen den SC Freiburg unter Zugzwang. Foto: dpa  Foto: Arne Dedert

Zwischen Kraichgau und Breisgau liegen derzeit tabellarisch sechs Punkte und drei Plätze. Aber in Sachen Gefühlswelten ist die Distanz zwischen der TSG Hoffenheim (8./46 Punkte) und SC Freiburg (5./52 Punkte) wesentlich größer. Der SC spielt nach 31 Spieltagen um die Champions League, steht erstmals im DFB-Pokal-Finale. Die TSG 1899 wartet seit sechs Spieltagen auf ein Erfolgserlebnis und ist dabei von Rang vier auf acht abgerutscht.

Nur mit einem Heimsieg bleiben die Hoffenheimer Hoffnungen wohl am Leben, sich doch noch für den Europapokal zu qualifizieren. Ein Endspiel also? "Endspiel heißt für mich: danach ist es vorbei", sagt Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß: "Wir haben aber jetzt noch drei Spiele zu gehen." Klar ist ihm aber auch: "Wir sollten jetzt punkten, das wissen wir."

Bei einer Heimniederlage an diesem Samstag (18.30 Uhr/Sky) könnte die Konkurrenz auf mindestens sechs Punkte enteilt sein, die TSG-Chance zwei Spieltage vor Saisonende dann nur noch von rechnerischer Natur sein.

Union Berlin und Köln dürfen vorlegen

Zudem darf die Konkurrenz vorlegen. Union Berlin bereits am Freitag daheim gegen Schlusslicht Greuther Fürth. Der 1. FC Köln am Samstagmittag beim FC Augsburg. "Wir lassen uns da nicht unter Druck setzen. Unabhängig davon müssen wir selbst punkten", sagt Sebastian Hoeneß.

Sorgen macht einmal mehr die Personalsituation: "Ich lasse mir die Laune nicht vermiesen von der Frage danach", sagt Hoeneß. Insgesamt sechs Optionen für die Innenverteidigerpositionen fallen für Samstag weg. Es fehlen Havard Nordtveit (Oberschenkel), Ermin Bicakcic (Aufbautraining), Kapitän Benjamin Hübner (Rücken), Chris Richards (Oberschenkel), Florian Grillitsch (Innenband) und Stefan Posch (Gelbsperre).

Hilfe von Spielern aus dem Regionalliga-Team ist nicht nötig

"Wir haben auch Möglichkeiten, Spieler auf Positionen zu bringen, auf denen sie noch nicht gespielt haben", sagt Sebastian Hoeneß über die Hoffenheimer Problemposition Nummer eins und schloss aus, Spieler aus dem Regionalligakader zu berufen: "Vielleicht sind das genau die Impulse, die man jetzt braucht. Vielleicht weiß dann auch der Gegner nicht so genau, was da kommt."

Was macht Mut vor den drei finalen Partien gegen Freiburg, Leverkusen und Mönchengladbach? "Wir haben einen guten Spirit, hatten in Frankfurt ein paar gute Spielsituationen, wir trotzen der Personalsituation. Trotzdem liegt die Wahrheit auf dem Platz am Samstag", sagt Sebastian Hoeneß. Durch die Negativserie der vergangenen Wochen rückt auch die Trainerposition bei der TSG wieder mehr in den Fokus. Schließlich hat Mehrheitsgesellschafter Dietmar Hopp ja im Oktober davon gesprochen, dass man dauerhaft zu den Top sechs gehören wolle.

Rosen hat keine Zweifel an Sebastian Hoeneß

"Nein - und ich frage mich ernsthaft, wie Sie überhaupt zu dieser These kommen", sagte Sportdirektor Alexander Rosen nun im Interview des "Kicker" auf die Frage, ob aktuell Restzweifel an Hoeneß bestehen würden. "Wir arbeiten sehr vertrauensvoll zusammen und haben gemeinsame Ziele."

Der Vertrag von Sebastian Hoeneß läuft noch bis Sommer 2023. "Das ist das Geschäft, ich bin gut beraten, mich nicht zu sehr damit zu beschäftigen. Ich muss mich aufs Tagesgeschäft konzentrieren, dass wir über Ergebnisse für bessere Presse sorgen", sieht Sebastian Hoeneß seine persönliche Situation.

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