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Hoffenheims Retter: Kabak kommt, sieht und trifft

Der Neuzugang köpft beim mühsamen Hoffenheimer 2:0 in Rödinghausen das späte Führungstor in der Verlängerung. Lange Zeit lief beim Bundesligisten offensiv wenig zusammen.

Florian Huber
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Lesezeit 2 Min
Hoffenheims Retter: Kabak kommt, sieht und trifft
Mit ganz viel Köpfchen: Ozan Kabak (links) war der Türöffner, in der 115. Minute traf der Neuzugang zum 1:0 in Rödinghausen und beendete eine Zitterpartie. Foto: dpa  Foto: Friso Gentsch

Ozan Kabak rutschte an die Eckfahne, ehe ihn die Kollegen Munas Dabbur und Georginio Rutter zu fassen bekamen. Jede Menge Erleichterung mischte sich in jener 115. Minute in den Jubel übers 1:0 bei Viertligist SV Rödinghausen. Eine Woche ist der Türke erst da, für die Startelf reicht es noch nicht. "Ich will Hoffenheim so gut helfen wie ich kann", sagte der Innenverteidiger noch bei seiner Vorstellung. Das hat schon beim ersten Mal nach 21 Minuten im TSG-Trikot entscheidend geklappt, denn der Innenverteidiger rettete mit seinem Kopfballtor in der Verlängerung sich und seinem Trainer die Pflichtspiel-Premiere mit der TSG.

Zwei Neuzugänge treffen spät

"Für Ozan war es phantastisch, so einen Einstand zu feiern", sagte Trainer André Breitenreiter. Der Neue bewahrte Hoffenheim mit Köpfchen vor einem peinlichen Pokal-Aus. In Grischa Prömel machte ein weiterer Neuzugang in der 118. Minute das 2:0 perfekt, sehenswert ermöglicht durch Georginio Rutter. Erst mit dem nach 64 Minuten eingewechselten Franzosen wurden die Kraichgauer am Sonntag bei ihrer Landpartie im Ostwestfälischen offensiv gefährlich. Im Gegensatz zur Vorbereitung kam das Hoffenheimer Offensivspiel beim ersten wichtigen Spiel der Saison zu häufig als Stückwerk daher. Da ist noch viel Verbesserungsbedarf mit Blick auf den Bundesligastart am nächsten Samstag in Mönchengladbach. "An solchen Spielen wächst die Mannschaft auch", hofft Grischa Prömel nach den mühsamen 120 Minuten.

Wechsel von David Raum spült bis zu 30 Millionen die TSG-Kasse

Klarheit herrscht nun auch in Sachen David Raum. Wie erwartet schließt sich der Nationalspieler DFB-Pokalsieger RB Leipzig an. Eine Summe zwischen 26 und 30 Millionen Euro wird er den Kraichgauern bescheren. Vor einem Jahr kam der Nationalspieler ablösefrei aus Liga zwei. Diese Rendite lässt sich prozentual gar nicht ausdrücken. "Der Verein hat sich intensiv um mich bemüht und die Gespräche mit Trainer Domenico Tedesco, der sportlichen Führung und Geschäftsführer Oliver Mintzlaff haben mich schnell überzeugt, dass der Schritt nach Leipzig der absolut richtige für mich ist", sagte Raum. Dort erhält er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027.

"Es war für uns von Anfang an klar, dass wir einen solchen Spieler zum jetzigen Zeitpunkt nur dann ziehen lassen, wenn unsere Einnahmen aus diesem Transfer spürbar die Summe übersteigen, die uns durch eine im Vertrag verankerte Klausel bei einem Wechsel nach der kommenden Saison garantiert gewesen wäre", sagte Hoffenheims Sportdirektor Alexander Rosen über den Abgang des Leistungsträgers.

SV Rödinghausen - TSG Hoffenheim 0:2 n.V.

SV Rödinghausen: L. Tigges (58. Estevao) - Choroba, Flottmann, Wiemann, J. Wolff, Riemer - Kurzen (74. Fehr), Mi. Schuster, Hoffmeier - Marceta (18. Schaub (94. Safi)), Bravo-Sanchez (74. Bach).

TSG 1899 Hoffenheim: O. Baumann - Posch, Vogt, B. Hübner (85. Kabak) - Kaderabek, Samassékou (46. Rudy), Skov - Baumgartner (103. T. Bischof), Prömel - Bruun Larsen (64. Dabbur), Kramaric (64. Rutter).

Tore: 0:1 Kabak (115.), 0:2 Prömel (118.).

Schiedsrichter: Dr. Robin Braun (Wuppertal). Zuschauer: 1606.

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