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TSB lässt sich von Corona-Ausfällen nicht schocken

Mit dem 35:27-Erfolg gegen den Handball-Drittligisten Zweibrücken beendet Horkheim seine Sieglos-Serie, obwohl drei Spieler wegbrechen. Die Personalnot füllt Trainer Michael Schweikardt mit Hilfe aus dem Bezirksliga-Team.

Andreas Öhlschläger
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TSB lässt sich von Corona-Ausfällen nicht schocken
Jubel auf der Bank des TSB Horkheim. Endlich wieder ein Sieg! Und dann auch noch unter erschwerten Bedingungen. Das setzte Emotionen frei. Foto: Mario Berger

Sorgen? Aber ja. Und keine kleinen. "Das war ereignisreich vor dem Spiel, da bricht dir ein Spieler nach dem anderen weg", sagte Michael Schweikardt, der Trainer des TSB Horkheim. "Ich hatte vor allem Sorgen, wie wir das in der Abwehr stellen können. Zum Glück hat unser 5:1-System gut funktioniert - das war ganz wichtig."

Nach zuvor fünf Niederlagen in Folge in der Staffel F der 3. Handball-Liga durfte der TSB in seiner Rückrunden-Auftaktbegegnung gegen den SV 64 Zweibrücken ein 35:27 (18:15) bejubeln - ohne den am Finger verletzten Florian Uhl, vor allem aber ohne Abwehrchef Niklas Matusik, Routinier Oliver Heß und Luis Kuhnle, die allesamt nicht mitspielen konnten, "weil wir ein Corona-Problem in der Mannschaft haben", wie es Schweikardt formulierte.

Positive Tests und ein Umgeimpfter

Es gab positive Testungen und es gibt einen ungeimpften Spieler im Horkheimer Kader. "Drei Mann mussten wir rausnehmen. Aber wir wollten den Spielbetrieb aufrecht erhalten. Das war uns wichtig." Mit 12:12 Punkten stehen die Handballer des TSB weiterhin auf Platz sechs im Zwölferfeld der Staffel F. Aber sie setzten sich deutlicher ab von den Verfolgern Haßloch (9:13), Friesenheim (9:15) und Zweibrücken (8:14). Von Position sieben an beginnt die rote Zone, in der die Abstiegsgefahr das große Thema ist.

Beim TSB Horkheim ist jetzt Corona das Thema Nummer eins. Nach den schlechten Nachrichten im Vorfeld der Partie gegen Zweibrücken muss noch vorsichtiger agiert werden. "Wir testen jetzt mit Vollgas", sagt Michael Schweikardt.

Noch Punkte einsammeln

Zwei Spiele sind in diesem Jahr noch terminiert, beide in der heimischen Stauwehrhalle. Am Samstag gegen den Tabellenletzten HG Oftersheim/Schwetzingen und am 11. Dezember gegen den Vorletzten TGS Pforzheim. Um einen ruhigen Jahreswechsel zu erleben, möchten die Horkheimer gerne noch die nötigen Punkte einsammeln - wenn überhaupt weiter gespielt werden kann. Die Corona-Pandemie kann alles zerschlagen, das weiß man.

Im Duell mit dem SV 64 Zweibrücken füllten die ansonsten nicht im Drittliga-Team, sondern in der Bezirksliga aktiven Patrick Lang, Kevin Hamberger und Pascal Thiele den Kader auf. In der Abwehr lag durch die Ausfälle der Stabilitätsfaktoren Niklas Matusik und Oliver Heß viel Verantwortung auf den Schultern von Nick Fröhlich, der als Abwehrchef die Toreverhinderung im Blick haben musste, es aber auch noch schaffte, mit acht Toren bester Schütze der Partie zu sein. "Ein großes Lob" gab es dafür vom Trainer.

Torhüter Grathwohl als sicherer Rückhalt

Genauso groß fiel das Lob für Torwart Sven Grathwohl aus. "Er hat uns viel Sicherheit gegeben. Seine 20 Paraden waren ein Fundament. Er hatte einen Top-Tag", meinte Michael Schweikardt.

Am Anfang lief es jedoch gar nicht gut für den TSB Horkheim. Beim 1:6-Rückstand in der fünften Minute musste man Schlimmes befürchten. Aber Michael Schweikardts Mannschaft berappelte sich, setzte sich bis zur Pause auf 18:15 ab und zeigte in der zweiten Halbzeit eine souveräne Leistung - ganz im Gegensatz zu den Einbrüchen, die es bei etlichen Niederlagen zuletzt nach der Pause gegeben hatte. "Ich habe versucht, das zu steuern. Wir sind dann nicht mehr in die riskanten Aktionen reingegangen", sagte der Trainer.

Weniger Tempo, dennoch viele Tore - dieser Plan ging auf.

Im Umgang mit dem Coronavirus bleibt das Risiko hingegen enorm. Sorgen? Aber ja. Und keine kleinen.

TSB Horkheim: Grathwohl, Hölzl - Mönch, Reichert (5), Grosser (6/3), Fröhlich (8), Matusik, Foege (7), Bohnenstengel (2), Starz (5), Lang, Hamberger (1), Levak (1), Thiele. Beste Werfer Zweibrücken: Knieps (6/2), Götz (5), Kockler (5). Zeitstrafen: 2 - 3. Siebenmeter: 4/3 - 2/2. Zuschauer: 180.

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