TSB Horkheim will bei Zweitliga-Aufstiegsrunde dabei sein

Handball  Der Drittligist TSB Horkheim hat die Lizenzunterlagen für ein Zweitliga-Aufstiegsrunde eingereicht, die SGSB winkt ab. Reizvolle Perspektive für Weinsberg und Bönnigheim.

Email

Am Mittwoch hat der TSB-Vorsitzende Michael Roll die Lizenzunterlagen für die 2. Bundesliga nach Köln geschickt.

Foto: Tobias Simon

Es wird in dieser Saison unterhalb der Bundesligen nochmal Handball gespielt. In diesem Satz lässt sich das Ergebnis der virtuellen Beratungen des Deutschen Handballbunds (DHB) mit Vertretern der Drittligaclubs am Mittwochabend zusammenfassen. Sicher ist das Zustandekommen einer Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga im Männerbereich.

"Elf Teams haben ihre Teilnahme signalisiert", sagt Michael Roll. Der Vorsitzende des TSB Horkheim hat die Lizenzunterlagen am Mittwoch eingereicht. Tags darauf sind sie bei der Handball-Bundesliga (HBL) in Köln eingegangen. Damit hat der TSB den ersten Schritt zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde erfüllt, ein Finanzkonzept muss bis zum 31. März folgen.

Horkheimer durchgängig im Trainingsbetrieb

In der Woche nach Ostern könnte die Aufstiegsrunde in Turnierform starten. Der Modus soll bei einer weiteren Sitzung Mitte März festgelegt werden. Corona-Vorgaben und ein Testkonzept ist den Vereinen ebenfalls bereits zugegangen. "Im Großen und Ganzen nichts Neues für uns", sagt Roll.

Da die Horkheimer durchgängig im Trainingsbetrieb geblieben sind, haben sie ohnehin regelmäßig getestet. "Bisher hatten wir keinen einzigen positiven Fall. Unsere Spieler sind auch im privaten Bereich sehr vorsichtig und wissen um ihr Privileg, weiterhin Handball spielen zu dürfen", lobt Roll.

Drittliga-Frauen der SGSB fehlt das Geld

Während beim TSB also die Rückkehr in den Spielbetrieb Formen annimmt, winkt der zweite Drittligist aus der Region ab. "Wir werden definitiv an keiner Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga teilnehmen", sagt Michael Gramsch. Für den Teammanager der Drittliga-Frauen der SG Schozach-Bottwartal sind finanzielle Gründe ausschlaggebend: "Wir haben schlicht nicht die Kohle dafür." Denn von den Coronatests bis zur Bundesliga-Lizensierung kämen Kosten auf den Verein zu. Außerdem müsste im Gegensatz zu den Horkheimer Männern erst einmal der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden.

Nicht von Vornherein ausschließen wollte Gramsch indes die Teilnahme des Vereins an einer Freundschaftsspielrunde für Teams ohne Aufstiegsambitionen. "Ob wir daran teilnehmen, klären wir noch", sagt Gramsch. Gespielt werden soll sie regional mit vier bis sieben Mannschaften ab Mitte April. Fest steht, dass zwei Männer-Drittligisten und drei Frauen-Drittligisten in die 2. Bundesliga aufsteigen dürfen. Absteiger aus der 3. Liga wird es keine geben. Dafür aber jeweils zwölf Aufsteiger im Frauen- und Männerbereich aus den Oberligen. Die sollen ebenfalls durch die Teilnahme an einer freiwilligen Aufstiegsrunde ermittelt werden.

Beim TSV Weinsberg wird intern diskutiert

"Wir müssen das intern diskutieren. Aktuell kann ich dazu nichts sagen", sagt Axel Mayer. Der Sportliche Leiter beim Männer-Oberligisten TSV Weinsberg verspürt zwar den sportlichen Reiz eines solchen Wettbewerbs, weiß aber auch: "Das kann nach hinten losgehen."

Ähnlich äußern sich die Verantwortlichen beim Frauen-Oberligisten TSV Bönnigheim. "Die Idee hört sich interessant an. Das muss aber genau überlegt werden", sagt Handball-Abteilungsleiter Christof Weis. Trainer Stefan Martin bleibt ebenfalls vorsichtig: "Sportlich ist das mehr als eine Herausforderung. Wir werden das ergebnisoffen diskutieren." Bis zum 9. März müssen sich die Oberligisten erklären.

 


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

Kommentar hinzufügen