TSB Horkheim startet in die schwerste Saisonphase

Handball  Spitzenspiel des Tabellendritten beim Zweiten Dansenberg. Danach stehen Duelle mit den Drittliga-Topteams Leutershausen und Löwen II an.

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Freudloser Beifall: Niklas Matusik, Nick Fröhlich und Oliver Heß (von links) klatschen für die Fans. Aber die TSB-Spieler haben gerade verloren. Und diesmal?

Foto: Veigel

Jetzt kommen die ganz großen Kaliber. Die Drittliga-Männer des TSB Horkheim treffen in den nächsten drei Spielen auf den Tabellenzweiten TuS Dansenberg (an diesem Samstag, 20 Uhr, auswärts), auf den Vierten SG Leutershausen (am 13. November zu Hause) und auf den bislang ohne Punktverlust auf Platz eins stehenden Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen II (am 20. November auswärts).

Ob der TSB danach noch Dritter des Klassements in der Staffel F sein wird? Trainer Michael Schweikardt ist vor dem Duell in Kaiserslautern beim TuS Dansenberg gut gelaunt - trotz der jüngsten beiden Niederlagen seiner Mannschaft. In Haßloch gab es ein 33:36, danach kam das Heim-27:31 gegen die SG Pforzheim/Eutingen. Aber auch die Dansenberger mussten zuletzt zwei Pleiten wegstecken, das 32:38 bei den Löwen II, zuvor das 25:26 gegen Leutershausen. Jetzt will der TuS das dritte Spitzenspiel in Folge nicht auch noch verlieren.

Probleme beim Gegner TuS Dansenberg

Der Dansenberger Trainer Kai Christmann ärgerte sich nach der Niederlage beim Mannheimer Bundesliga-Nachwuchs über die fehlende Emotionalität und Aggressivität bei seinen Spielern. Nun fordert er Vollgas-Handball. "Vor allem in der Abwehrarbeit müssen wir viel konsequenter sein." Das sei die Basis. "Dann kommen wir auch wieder in unser Tempospiel und zu einfachen Toren." Es gehe, so Kai Christmann, schließlich "um einen wichtigen Heimsieg gegen einen direkten Konkurrenten". Michael Schweikardt sagt: "Da treffen zwei Teams mit ähnlichen Voraussetzungen aufeinander. Wir werden versuchen, das erfolgreich zu gestalten."

TSB-Trainer Schweikhardt hat Anpassungen vorgenommen

Vorne wie hinten war er mit seinen Spielern zuletzt nicht zufrieden. Gegen Pforzheim/Eutingen klemmte es in der zweiten Halbzeit im Angriff. "Unsere Außen haben zu wenige Bälle bekommen. Wir haben zu wenig in die Breite gespielt." Für die Abwehrarbeit gilt: "Wir müssen uns da in ein paar Dingen steigern." Schweikardt hat Anpassungen vorgenommen, will aber keine Details verraten. "Ich lese auch immer die Presseberichte der Gegner." Sicher ist: "Wir werden jetzt nicht in einer 3:3-Verteidigung spielen."

Ein Coup in Dansenberg wäre die perfekte Antwort

Der Horkheimer Trainer lacht. Die Stimmung ist gut. Die jüngsten Niederlagen waren bei einem Punktestand von jetzt 10:6 keine Katastrophe. "Ich bin mit jedem einzelnen Spieler zufrieden, wenn man die bisherige Saison betrachtet", sagt Schweikardt. "Wir müssen auf unserem Weg weitergehen." Trotz der Schwächen in den letzten Spielen hat er nicht "den Eindruck, dass da jetzt Verzweiflung aufkommt".

Ein Coup in Dansenberg wäre die perfekte Antwort auf die Null-Punkte-Partien des TSB. Aber der Trainer weiß, "dass jetzt harte Wochen auf uns zukommen mit den drei Top-Gegnern".


Andreas Öhlschläger

Andreas Öhlschläger

Sportredakteur

Andreas Öhlschläger ist seit 2000 Sportredakteur bei der Heilbronner Stimme.

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