TSB Horkheim muss jetzt Punkte holen

Handball  Team steht in der Aufstiegsrunde zur 2. Liga mit 0:4 Zählern auf dem letzten Platz der Gruppentabelle. Am Samstag zu Gast beim TV Willstätt

Email

Janik Zerweck beim Wurf. Der Rückraum-Schütze des TSB Horkheim kam beim 29:37 gegen die HSG Hanau lediglich auf drei Tore.

Foto: Mario Berger

Der Blick geht jetzt wieder nach vorne. Beim TSB Horkheim ist die schmerzhafte 29:37-Heimniederlage gegen die HSG Hanau abgehakt. Am Samstag (20 Uhr, Livestream bei Sportdeutschland.TV) will die Mannschaft von Trainer Michael Schweikardt in der Partie beim TV Willstätt die ersten Punkte in der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga holen.

Es ist das Duell des Vorletzten in der Süd-Gruppe mit dem Letzten. Der TVW hat bislang 1:5 Punkte geholt, der TSB 0:4. "Wir haben unter der Woche aufgearbeitet, was bisher nicht gut gelaufen ist", berichtet der Trainer. "Ich glaube, dass alle verstanden haben, dass man so keine Spiele gewinnt."

Trainer Michael Schweikardt hofft auf einen Befreiungsschlag

Ein Sieg in Willstätt ist das Ziel. Im dritten Spiel soll es den Befreiungsschlag geben. "Wir müssen jetzt Punkte holen", sagt Michael Schweikardt.

Sollten die Horkheimer Drittliga-Männer auch diesmal leer ausgehen, müsste das Ziel, unter die besten vier Teams in der Siebener-Gruppe zu kommen und damit die nächste Runde im Wettstreit um den Sprung in die 2. Liga zu erreichen, abgehakt werden. "Das könnte man so sagen, wenn wir mit 0:6 Punkten dastehen." Aber Schweikardt will es dazu nicht kommen lassen.

Diesmal muss die Einstellung stimmen

Im Training gab es den einen oder anderen neuen Impuls. "Wir werfen jetzt nicht alles über den Haufen. Aber ich habe in dieser Woche schon ein paar Sachen reingebracht, von denen ich denke, dass wir uns da verändern können", erzählt Michael Schweikardt.

Jenseits aller handballerischen Problemfelder setzte es die herbe 29:37-Niederlage gegen die HSG Hanau, weil die Einstellung der Horkheimer Spieler nicht stimmte. Darauf wird es nun vor allen ankommen, dass die mentale Bereitschaft erkennbar wird, die es in einer solchen Aufstiegsrunde einfach braucht. Bislang hatten es die TSB-Gegner, auch der HC Oppenweiler/Backnang im ersten Spiel, viel zu leicht, den Horkheimern den Schneid abzukaufen.

Nich wieder in der ersten Halbzeit K.o. gehen

Der Trainer weiß, dass alle Vorbereitungsarbeit vergeblich ist, wenn es am Biss fehlt, am kollektiven Zusammenstehen, am Willen, Rückschläge unbedingt auszubügeln. Schweikardt sagt: "Es hat schon jeder mit sich selbst zu kämpfen." Doch das soll in der Begegnung beim TV Willstätt nicht erneut in eine erste Halbzeit münden, nach der der TSB-K.o. so gut wie sicher ist. Dem 10:18 in Oppenweiler und dem 11:17 in der Heilbronner Römerhalle gegen Hanau darf nach 30 Minuten nicht die dritte miserable Zwischenbilanz folgen.

"Die Führungsspieler müssen einen Tick mehr vorangehen", fordert der Trainer.

Videoanalyse soll den Horkheimern helfen

Michael Schweikardt hat sich den TV Willstätt in der Video-Analyse natürlich genau angeschaut. "Das ist eine gute Mannschaft." Der Horkheimer Trainer hebt die "gute 6:0-Verteidigung" hervor, die es am Samstagabend "zu knacken" gelte. Und er sieht auch "viel Qualität im Wurfbereich". Der TV Willstätt musste am ersten Spieltag der Aufstiegsrunde eine 27:29-Niederlage beim TuS Dansenberg hinnehmen. Zu Hause folgte ein 28:28 nach 20:26-Rückstand gegen den Gruppenfavoriten HSG Krefeld. Zuletzt gab es eine 31:39-Pleite beim HC Oppenweiler/Backnang. Nach dem 26:26 (43. Minute) brach der TV Willstätt ein.


Andreas Öhlschläger

Andreas Öhlschläger

Sportredakteur

Andreas Öhlschläger ist seit 2000 Sportredakteur bei der Heilbronner Stimme.

Kommentar hinzufügen