TSB Horkheim ist heiß auf die Aufstiegsrunde zur 2. Liga

Handball  Die Horkheimer nehmen an der Aufstiegsrunde zur 2. Liga teil. Die Heilbronner Drittliga-Handballmannschaft ist dabei um die weiten Auswärtsfahren nach Krefeld und Hanau herumgekommen. Wahrscheinlich am 10. April geht es mit dem Nachbarschaftsduell in Oppenweiler/Backnang los. Viele Corona-Tests sind die Basis für den Spielbetrieb.

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Bald wird es beim TSB Horkheim wieder richtige Spiel-Emotionen geben, so wie hier direkt vor der Corona-Zwangspause beim Sieg gegen die TGS Pforzheim. Foto: Berger

Die Vorfreude ist groß beim TSB Horkheim. "Die Mannschaft ist natürlich total heiß drauf. Die Jungs sind richtig gierig, weil sie nach fünf Monaten Zwangspause wieder Handball spielen dürfen und nicht bloß trainieren", erzählt TSB-Vorstand Michael Roll.

Die Horkheimer Drittliga-Männer werden nach Ostern an der breit angelegten Aufstiegsrunde zur 2. Liga teilnehmen, die es in diesem Jahr ausnahmsweise gibt, weil der reguläre Spielbetrieb unterhalb der 2. Liga wegen der Coronavirus-Pandemie komplett beendet werden musste.

Inzwischen ist klar, auf welche Teams der TSB in der Gruppenphase zu Hause treffen wird und wohin gereist werden muss. Michael Roll ist zufrieden. "Von meinen drei Wünschen für die Heimspiele sind zwei erfüllt worden." Nur die exakten Termine sind noch offen.

Nicht so lange im Bus

Roll hatte weite Fahrten möglichst vermeiden wollen. Die beiden Gegner aus Krefeld und Hanau müssen nun nach Heilbronn kommen, der TSB muss lediglich bei den Fahrten in die Pfalz nach Kaiserslautern-Dansenberg und ins mittelbadische Willstätt ein bisschen länger im Bus sitzen.

Los geht es am Wochenende um den Samstag, 10. April, mit dem Nachbarschaftsduell des TSB Horkheim beim HC Oppenweiler/Backnang. Am Wochenende darauf ist die Mannschaft von Trainer Michael Schweikardt spielfrei, wahrscheinlich am Samstag, 24. April, gibt es das Heimspiel gegen die HSG Hanau. "Ich gehe davon aus, dass wir zu Hause samstags um 20 Uhr spielen werden, so wie es traditionell eingeführt ist. Aber die Vereine haben jetzt Zeit bis zum 1. April, um die Termine genau zu klären", sagt Roll.

Am Wochenende um den 1. Mai ist die Auswärtspartie beim TV Willstätt angesetzt, wahrscheinlich am 8. Mai geht es zu Hause gegen den VfL Pfullingen. Danach steht unter der Woche die Reise zum TuS Dansenberg an. Zum Abschluss der Gruppenphase ist dann wohl am 15. Mai die Mannschaft der HSG Krefeld in Heilbronn zu Gast.

Heimspiele in der Römerhalle

Gespielt wird in der Römerhalle. Die angestammte Stauwehrhalle ist als Corona-Impfzentrum blockiert. Die Krefelder werden das richtige Ziel schon finden. "Dass wir zu denen nicht mit dem Bus fahren müssen, spart uns natürlich einen Batzen Geld", freut sich Michael Roll.

Er ist zuversichtlich, dass der von den Experten des Robert-Koch-Instituts für Deutschland prognostizierte sehr deutliche Anstieg der Inzidenzzahlen sich nicht blockierend auf den Spielbetrieb der Aufstiegsrunde zur 2. Liga auswirken wird. "Da wir als Profisportler gelten, sind die Inzidenzen für uns erstmal nicht relevant", sagt der Horkheimer Vorstand. "Wenn die Fußball-Bundesliga spielen kann, können wir das auch." Es wird intensiv getestet, das ist die Basis des Spielbetriebs.

"Wir testen montags und donnerstags vor dem Training und dann noch zwei Stunden vor den Spielterminen", berichtet Michael Roll. "Soweit ich es weiß, gab es auch an den anderen Standorten, die aktuell im Trainingsbetrieb sind, keinerlei positive Corona-Fälle."

Aus der Siebener-Gruppe, in der die Horkheimer um den Aufstieg in die 2. Liga spielen werden, sind alle Mannschaften voll im Training. In der anderen Gruppe gibt es noch zwei Standorte, an denen die Regelungen restriktiv sind.

Andere haben viel höhere Etats

Beim TSB ist der Druck, etwas erreichen zu müssen, nicht so groß wie andernorts. "Was man so mitbekommt, gibt es Etats um die Millionengrenze herum, etwa in Hagen", beschreibt Michael Roll die Situation an einem Standort der Nord-Gruppe. "Das sind dann ganz andere Hausnummern als bei uns, da sind die Strukturen weitaus professioneller angelegt."

Für die Horkheimer ist klar: Vorsicht in finanzieller Hinsicht ist die Grundlage allen Handelns. "Niemals eine rote Null oder schlechter", sagt Vorstand Roll. "Wir geben nicht mehr aus als wir haben."

Sportlich gilt nun die Devise: Alles reinhauen, was geht! Beim TSB Horkheim ist man heiß auf die Aufstiegsrunde.


Andreas Öhlschläger

Andreas Öhlschläger

Sportredakteur

Andreas Öhlschläger ist seit 2000 Sportredakteur bei der Heilbronner Stimme.

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