TSB Horkheim in neuer Favoritenrolle beim Drittliga-Schlusslicht

Handball  Der TSB Horkheim gastiert beim punktlosen TV Germania Großsachsen. Ein Kräftemessen mit dem Ex-Fleiner Benedikt Meiser fällt aus.

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Hat immer noch Schmerzen am schon gegen Friesenheim-Hochdorf II bandagierten rechten Daumen: Horkheims Luis Foege (re.).

Foto: Andreas Veigel

Wer mit 6:2 Punkten in die Saison startet, der reist naturgemäß als Favorit zu einem 0:8-Punkte-Team. "Das ist so. An dieser Rolle können die Jungs wachsen", sagt TSB-Trainer Michael Schweikardt vor der Partie am Samstag (20 Uhr) beim TV Germania Großsachsen.

Doch herschenken werden die "Saasemer" die Punkte sicher nicht. "Kampflos werden wir das Feld nicht räumen, und wer weiß...", versicherte Trainer Stefan Pohl. Kämpferisch sieht auch sein Pendant Schweikardt den TVG "auf einem guten Level".

Schweikardt warnt vor angezähltem Gegner

Aufgrund vieler verletzter Spieler ging dem Mini-Kader der Hirschberger zuletzt aber regelmäßig die Luft aus. "Zudem haben sie mit Pforzheim/Eutingen, Dansenberg, Leutershausen und den Rhein-Neckar Löwen nicht gerade gegen die Leichtgewichte der Liga gespielt", warnt Schweikardt davor, sich von der Bilanz des nächsten Gegners täuschen zu lassen.

Die Verletzungsmisere des TVG ist auch der Grund, warum das Wiedersehen mit einem bekannten Gesicht aus der Region entfällt. Der gebürtige Heilbronner Benedikt Meiser spielt seit 2019 für den Club an der Bergstraße. Das Handballspielen hat der 21-Jährige beim TV Flein gelernt, bevor er als B-Junior zu den Rhein-Neckar Löwen wechselte. "Ich hatte einen Knorpelschaden in der Schulter, der im März und April zwei Mal operiert werden musste. Ich falle noch bis Anfang nächsten Jahres aus", sagte Meiser am Freitag. Natürlich wird der Rückraumrechte am Samstag in der Sachsenhalle dabei sein. "Mit Niklas Matusik habe ich ja in Flein jahrelang zusammengespielt. Luis Kuhnle und Luis Foege kenne ich von HVW-Lehrgängen. Das wäre für mich ein besonderes Spiel gewesen", bedauert Meiser seine Zuschauerrolle.

Leistung muss über 60 Minuten kommen

Die Schwere der Aufgabe für seine Teamkollegen ist dem BWL-Studenten natürlich bewusst. "Wir befinden uns eigentlich erst jetzt in der Saisonvorbereitung. Es wird von Spiel zu Spiel besser, aber wir müssen unsere Leistung über 60 Minuten abrufen. In dieser Liga kannst du sonst nicht gewinnen." Das hatte der TSB bei seiner bisher einzigen Niederlage bei der TGS Pforzheim zu spüren bekommen. Angesichts der Ungewissheit, die vor dem Saisonstart herrschte und der vielen Auswärtsspiele zu Beginn, liegt der Auftakt über den Erwartungen. "Alles läuft top", bestätigt Schweikardt.

Einziger Wermutstropfen für die Horkheimer ist der Ausfall von Keeper Sven Grathwohl. Im Fall des 33-Jährigen gibt es allerdings vorsichtige Entwarnung. "Zum Glück muss er nicht operiert werden. Sein Knie bekommt jetzt zwei Wochen Ruhe und dann sehen wir weiter", sagt Schweikardt. Luis Foege laboriert an einer schmerzhaften Verletzung am Daumen, Kapitän Oliver Hess und Hendrik Bohnenstengel waren unter der Woche krank. Alle drei sind aber voraussichtlich einsatzfähig.


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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