TSB-Gegner für Aufstiegsrunde stehen fest

Handball  Der Kampf um die beiden Zweitliga-Plätze beginnt nach Ostern. Horkheim hofft auf kurze Auswärtsfahrten.

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Spielbereit: Janik Zerweck (li.) und der TSB Horkheim.

Foto: Archiv/Veigel

Die Wunschliste von Michael Roll steht bereits. "Für die Heimspiele hätte ich gerne Hanau, Dansenberg und Krefeld als Gegner", sagt der Vorsitzende des TSB Horkheim. Die pragmatische Begründung: "Dann sparen wir uns die weiten Auswärtsfahrten."

Ab dem Wochenende 10./11. April wird der Drittligist aus dem Unterland um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielen. Und zwar zunächst in einer Siebener-Gruppe Süd, in der neben den genannten Teams noch der VfL Pfullingen, der TV Willstätt und der HC Oppenweiler/Backnang spielen werden. Daneben wird es eine zweite Staffel Nord mit ebenfalls sieben Teams geben.

Ablauf der Finalrunde nicht endgültig geklärt

Ob die beiden Aufstiegsplätze dann innerhalb dieser Staffeln oder über eine bundesweite Finalrunde ausgespielt werden, ist noch nicht endgültig geklärt. "Wir haben uns für eine einfache Runde mit anschließenden Playoffs ausgesprochen ", sagt Roll. Bis Mittwochabend haben die teilnehmenden Vereine Zeit, ihre favorisierte Spielvariante zu wählen. Entschieden wird nach dem Mehrheitsprinzip.

Klar ist bereits, dass der TSB seine Heimspiele in der Römerhalle austragen wird, da die Stauwehrhalle noch mindestens bis Ende Juni als Impfzentrum benötigt wird. "Die Stadt hat das Hygienekonzept bereits abgesegnet", sagt Roll. Bis spätestens zum letzten Juni-Wochenende sollen dann auch die beiden Zweitliga-Aufsteiger feststehen.

Auch Weinsberg und Bönnigheim wollen spielen

Ebenfalls einen Schritt weiter ist die Planung für eine Aufstiegsrunde in Richtung 3. Liga. "Wir werfen unseren Hut in den Ring", sagt Marco Horst. Der Abteilungsleiter des TSV Weinsberg hat dem Verband eine entsprechende Absichtserklärung für die Oberliga-Männer zugesandt. Gleiches ist beim Frauen-Oberligisten TSV Bönnigheim geschehen. "Wir haben Chancen und Risiken abgewogen, mit der Mannschaft gesprochen und wollen uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen", sagt Trainer Stefan Martin.

Allerdings ist hinsichtlich der Aufstiegsrunde aus Liga vier in Liga drei noch vieles unklar. Nach der aktuell gültigen Corona-Verordnung dürfte der Trainingsbetrieb noch gar nicht aufgenommen werden. Entweder müssten die Oberligisten unter das Dach des Profi-Hygienekonzepts schlüpfen des Deutschen Handballbunds (DHB) schlüpfen, oder darauf hoffen, dass bei konstant niedrigen Inzidenzzahlen der Trainings- und Spielbetrieb komplett zugelassen wird.

Oberligisten können nicht vor Mitte Mai starten

Da alle Mannschaften mindestens vier bis sechs Wochen Vorlaufzeit benötigen, ist an ein Rundenstart frühestens Mitte Mai zu denken. Bis Ende Juni müsste die Runde beendet sein. Dann würde voraussichtlich nahtlos in die Vorbereitung zur Saison 2021/22 übergegangen werden. "Das wäre kein Problem. Nach einem Jahr Pause wollen alle in die Halle und Handball spielen", ist Martin überzeugt.

Bis Ende der Woche dürfte zumindest bekannt sein, welche Oberligisten ihr Interesse bekundet haben und wie ein Spielmodus aussehen könnte.


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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