Horkheim gibt Spiel in Pforzheim aus der Hand

Handball  Aus einer 13:7-Führung des TSB wird im dritten Auswärtsspiel in Folge noch eine 28:32-Niederlage für die Mannschaft von Trainer Michael Schweikardt. Er rügt zudem die Disqualifikation von Luis Foege.

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Rückraum-Schütze Nick Fröhlich ist mit sechs Treffern der erfolgreichste Werfer im Trikot des TSB Horkheim gewesen.

Foto: Archiv/Ralf Seidel

Die Worte des Trainers verwundern nicht. "Das ist ärgerlich", sagt Michael Schweikardt. "Das war unnötig." Mit 13:7 hatte der TSB Horkheim bei der TGS Pforzheim geführt, das war in der 21. Minute des Drittliga-Duells. Am Ende unterlag Schweikardts Mannschaft noch mit 28:32. Aus sechs Toren Vorsprung wurden vier Treffer Rückstand.

"Jetzt ist die Frage, wie wir damit umgehen werden, dieses Spiel nicht nach Hause gebracht zu haben", sagt der Trainer. Am Samstag (20 Uhr, Römerhalle) absolviert der TSB erstmals in der neuen Runde ein Heimspiel.

Anfangsphase dominiert

4:2 Punkte sind nach dem Auswärts-auswärts-auswärts-Start auf dem Horkheimer Konto. Wie schon zuletzt bei der HG Oftersheim/Schwetzingen wurde die Anfangsphase des Spiels in der Pforzheimer Bertha-Benz-Halle vom TSB dominiert. "Die ersten 15, 20 Minuten waren wir wieder auf einem absoluten Top-Level", fasst Schweikardt das Geschehen zusammen. "Dann haben wir das Spiel leider zu schnell aus der Hand gegeben. Da hat jeder probiert, nochmal einen draufzusetzen."

Das ging schief. Nach dem Horkheimer 13:7, das Rico Reichert erzielt hatte, gab es in den folgenden acht Spielminuten nur noch einen TSB-Treffer - und den von der Siebenmeter-Markierung durch Hendrik Bohnenstengel. Es war das 14:9, bis zum 14:15-Rückstand ging es dann dahin. Die 0:6-Negativphase war bitter. Zur Pause lagen die Horkheimer mit 15:16 zurück.

Abwehr agiert nicht kompakt genug

Das ist kein K.o.-Zwischenergebnis. Auch in der 43. Minute, als Reichert zum 22:23 aus Horkheimer Sicht traf, war noch nichts Entscheidendes passiert. Aber dann ging es für den TSB allmählich dahin. "In der zweiten Halbzeit haben wir es in der Abwehr dann nicht mehr geschafft, dass wir kompakt stehen", sagt der Trainer. "Die Pforzheimer hatten viele freie Würfe." In der Horkheimer Offensive flutschte es hingegen nicht. "Unsere Abschlussqualität war nicht mehr gut", urteilt Michael Schweikardt. "Und Jonathan Binder im Tor der TGS war gut."

Nicht förderlich für die Widerstandskraft des TSB Horkheim war zudem die Disqualifikation von Luis Foege in der 52. Minute. Vom Trainer gab es dafür obendrein einen Rüffel. "Das war eine unreife Aktion von ihm."

Lernprozess bei Foege

Erst war der junge Foege gefoult worden, dann schubste er den Kontrahenten weg. "Das darf ihm nicht passieren", sagt Michael Schweikardt, "aber er wird daraus lernen." Lernen muss auch die gesamte Horkheimer Mannschaft aus der 28:32-Niederlage in Pforzheim. Und es dann zu Hause gegen Friesenheim-Hochdorf besser machen.

TSB Horkheim: Hölzl, Grathwohl - Mönch (4), Reichert (4), Grosser (1), Fröhlich (6), Noah Matusik, Kuhnle (1), Heß (2), Foege (3), Niklas Matusik, Bohnenstengel (3), Uhl (1), Starz (2), Levak (1). Beste Werfer TGS Pforzheim: Sruk (6), Soos (5). Siebenmeter: TGS 7/4 - TSB 5/3. Disqualifikation: Foege (TSB, 52.). Zeitstrafen: 6 - 7. Zuschauer: 280.


Andreas Öhlschläger

Andreas Öhlschläger

Sportredakteur

Andreas Öhlschläger ist seit 2000 Sportredakteur bei der Heilbronner Stimme.

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