TSB Horkheim gastiert bei angeschlagenen Pforzheimern

Handball  Der TSB will 4:0-Punkte-Start in der 3. Liga ausbauen. Begegnung in der Bertha-Benz-Halle ist das dritte Auswärtsspiel der Unterländer in Folge.

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Niklas Matusik beim Torwurf. In Schwetzingen traf er drei Mal.

Foto: Berger/Archiv

Michael Schweikardt mag es sehr, wenn richtig viel Tempo drin ist im Spiel seiner Mannschaft. Aber der Coach des Drittligisten TSB Horkheim sagt auch: "Am vergangenen Montag habe ich im Training ein bisschen Tempo rausgenommen. Die Jungs sollten nicht nochmal eine Belastung obendrauf bekommen nach dem Spiel am Sonntag. Da muss man in der Trainingssteuerung aufpassen."

Immer nur Vollgas, das ist nicht gut. Beim Horkheimer 31:26-Sieg bei der HG Oftersheim/Schwetzingen hatte es einen ganz starken Tempo-Start des TSB gegeben, danach aber auch einen Durchhänger. Am Ende stand allerdings im zweiten Saisonspiel der zweite klare Sieg auf der Anzeigetafel. Jetzt steht für die Horkheimer die dritte Auswärtspartie in Folge auf dem Programm, an diesem Samstag (19 Uhr) bei der TGS Pforzheim.

Tempospiel als Horkheimer Erfolgsfaktor

Der TSB will auf Erfolgskurs bleiben, zumal die TGS mit 0:4 Punkten in die Saison gestartet ist. Michael Schweikardt wird auch in der Pforzheimer Bertha-Benz-Halle aufs Tempospiel als Erfolgsfaktor setzen. In der Gegner-Analyse hat der Horkheimer Trainer aber auch Aspekte des TGS-Spiels ausgemacht, die nicht ins bekannte Muster passen, denn der Rückraum-Schlüsselspieler und Teamkapitän Florian Taafel hat sich schwer am linken Fuß verletzt und fällt lange aus. "Taafel war immer sehr spielbestimmend", sagt Schweikardt, "da geht jetzt die Verantwortung bei der TGS auf mehrere andere Schultern über, da müssen wir uns breiter vorbereiten."

Kann Neuzugang Luis Foege spielen?

In der eigenen Formation wird sich für den Horkheimer Trainer womöglich eine Veränderung ergeben, da Luis Foege "ein bisschen angeschlagen ist". Der Neuzugang des TSB war gerade beim bärenstarken Start am vergangenen Sonntag in Schwetzingen ein wichtiger Mann gewesen. Zu den ersten zwölf Treffern des TSB (erzielt in nur 15 Minuten) hatte er vier Tore beigesteuert. Erneut gehörte Foege im Vorfeld des Horkheimer Drittliga-Auftritts zum Kader des Bundesligisten TVB Stuttgart.

Im Horkheimer Tor war Yannik Hölzl zuletzt ein guter Rückhalt. Er hat momentan im internen Duell mit Sven Grathwohl ein bisschen die Nase vorne. "Aber bei mir gibt es keine klare Festlegung auf eine Nummer eins", sagt der Trainer. "Hölzl hat es zweimal gut gemacht und bekommt weiter das Vertrauen. Grathwohl kann ich jederzeit bringen. Die beiden sind gut miteinander, das passt."

Dritter Sieg in Folge wäre das Sahnehäubchen

Passen soll am Samstagabend in Pforzheim dann auch das Ergebnis. Wenn die Horkheimer am 25. September endlich ihr erstes Heimspiel bestreiten, wäre die mögliche Tabellenführung mit 6:0 Punkten das perfekte Sahnehäubchen. Aber Michael Schweikardt warnt: "In dieser Liga verliert man ganz schnell."


Andreas Öhlschläger

Andreas Öhlschläger

Sportredakteur

Andreas Öhlschläger ist seit 2000 Sportredakteur bei der Heilbronner Stimme.

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