Der TSB Horkheim hat nichts zu verlieren

Handball  Am 10. April beginnt die Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga und der Horkheimer Trainer Michael Schweikardt freut sich auf die "einmalige Chance" und sieht für den Außenseiter TSB einen psychologischen Vorteil. Start ist das Nachbarschaftsduell gegen den HC Oppenweiler/Backnang.

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Au Backe? Nein, TSB-Trainer Michael Schweikardt geht mit viel Vorfreude und Zuversicht in die Aufstiegsrunde zur 2. Liga.

Foto: Berger

Die Mannschaft ist sich einig. Der Trainer sagt: "Wir haben uns klar committed." Das Bekenntnis beim TSB Horkheim lautet: "Erst mal unter die ersten Vier in der Gruppe kommen und dann das Maximale herausholen." Denn, so Trainer Michael Schweikardt: "Das ist eine einmalige Chance."

Start in Siebener-Gruppen

Der TSB könnte im Frühsommer als Handball-Zweitligist dastehen, sollte es in den nächsten Wochen optimal laufen. Am Samstag, 10. April, in einer Woche also, geht es los. Dann beginnt um 20 Uhr mit dem Nachbarschaftsduell beim HC Oppenweiler/Backnang die Aufstiegsrunde, die in diesem Jahr einen ganz speziellen Zuschnitt hat, weil die geplante Drittliga-Runde wegen der Coronavirus-Pandemie frühzeitig beendet werden musste. Erst geht es in einer Siebener-Gruppe mit Teams aus den Staffeln Süd und Mitte zur Sache, jeder gegen jeden. Dann folgen für die besten vier Mannschaften K.o.-Duelle mit Hin- und Rückspielen gegen einen Rivalen aus den Top Vier der zweiten Siebener-Gruppe der Nord-Teams. Schließlich ist eine Finalrunde vorgesehen. Die zwei besten Mannschaften werden aufsteigen.

Viele Stolperfallen lauern

Es ist also ein schwieriger Weg mit vielen Stolperfallen. "Und es gibt Mannschaften, die ganz andere Voraussetzungen haben als wir, was den Kader und den Etat angeht", sagt Michael Schweikardt. In der eigenen Gruppe sei "Krefeld der klare Favorit, Dansenberg könnte die Nummer zwei sein. Im Norden gibt es aber noch ganz andere Hausnummern, Rostock ist sehr gut, Hagen hat wohl einen Etat von mehr als einer Million Euro." Der TSB Horkheim geht als klarer Außenseiter in die Aufstiegsrunde zur 2. Liga, aber der Trainer sieht durchaus Trümpfe, die seine Mannschaft einbringen kann.

"Unsere Eingespieltheit könnte ein Vorteil sein. Es gibt auch Vereine, die für die Aufstiegsrunde neue Spieler geholt haben. Wir haben sehr gut gearbeitet in unseren gewohnten Strukturen, es läuft alles sehr gut. Außerdem haben wir absolut nichts zu verlieren, das könnte ein psychologischer Vorteil sein. Wenn ich zum Beispiel auf Krefeld schaue, die stehen von außen betrachtet sehr unter Druck", sagt Michael Schweikardt

Schweikardt sieht sechs Endspiele

In der Gegner-Analyse konzentriert sich der Horkheimer Trainer und frühere Bundesligaspieler erstmal auf den HC Oppenweiler/Backnang. "Der Auftakt in die Runde hat natürlich eine große Wichtigkeit. In meinen Augen sind das sechs Endspiele, die man hat. Und der HCOB ist ein Gegner auf Augenhöhe." Also soll gleich der erste Horkheimer Sieg her. "Die haben ja keinen Heimvorteil", betont Schweikardt, "sowas gibt es in Corona-Zeiten nicht mehr."

Den anderen Gegnern in der Gruppe wird er sich später intensiv widmen. Es sind neben den aus der Süd-Staffel der 3. Handball-Liga bestens bekannten VfL Pfullingen und TV Willstätt noch der ehemalige Staffelrivale TuS Dansenberg sowie die HSG Hanau und die HSG Krefeld. "Hanau hatten wir im vergangenen Jahr in der Vorbereitung hier, die sind nicht ganz unbekannt. Und Krefeld ist unser letzter Gegner Mitte Mai, da macht es keinen Sinn, jetzt alte Spiele aus dem vergangenen Oktober anzuschauen, da analysiere ich dann die Spiele aus der Aufstiegsrunde."

Michael Schweikardt verspürt eine große Vorfreude auf die Aufstiegsrunde zur 2. Liga. "Solche Spiele, in denen es richtig um was geht, sind doch die, die am allermeisten Spaß machen."


TSB-Spielplan

Insgesamt 14 Mannschaften spielen bis maximal Mitte Juni in zwei Gruppen um zwei Aufstiegsplätze in die

2. Handball-Bundesliga. Da die Aufstiegsrunde als Profisport eingestuft worden ist, wird trotz der Corona-Pandemie auf jeden Fall gespielt. Die Hygiene- und Testregelungen müssen allerdings strikt eingehalten werden. Die Horkheimer tragen ihre Heimpartien in der Römerhalle aus. Das Gruppen-Spielprogramm des TSB Horkheim:

Samstag 10. April, 20 Uhr: TSB beim HC Oppenweiler/Backnang

Samstag 24. April, 20 Uhr: TSB gegen Hanau

Samstag 1. Mai, 20 Uhr: TSB in Willstätt

Samstag 8. Mai, 20 Uhr: TSB gegen Pfullingen

Mittwoch 12. Mai, 19.30 Uhr: TSB in Dansenberg

Sonntag 16. Mai, 15 Uhr: TSB gegen Krefeld

 


Andreas Öhlschläger

Andreas Öhlschläger

Sportredakteur

Andreas Öhlschläger ist seit 2000 Sportredakteur bei der Heilbronner Stimme.

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