Belohnung für TSB-Aufholjagd bleibt aus

Handball  Der TSB Horkheim unterliegt beim TuS Dansenberg mit 27:32. Ein starker Grathwohl kann den verschlafenen Start seines Teams auch nicht mehr ausgleichen.

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War mit fünf Treffern bester TSB-Schütze: Rico Reichert.

Foto: Archiv/Veigel

Zum dritten Mal in Folge steht der TSB Horkheim nach einem Spiel mit leeren Händen da. Das Team von Trainer Michael Schweikardt verlor am Samstagabend in der Layenberger Sporthalle beim TuS Dansenberg mit 27:32 (13:17). "Wir haben jetzt nach neun Spielen 10:8 Punkte. Das ist okay. Wenn man aber mit 10:2 Punkten gestartet ist, dann ist man damit logischerweise nicht mehr zufrieden", sagte Schweikardt hinterher.

Ausschlaggebend für die Niederlage war zu einem Gutteil die Anfangsphase. Es stand schon 4:0 für die Gastgeber, ehe Luis Foege in der achten Minute endlich den ersten Treffer für den TSB erzielte. "Wir sind sehr bescheiden ins Spiel gekommen. Dem Vier-Tore-Rückstand rennen wir 30 Minuten hinterher, bevor wir mal wieder ausgleichen können", kritisierte Schweikardt.

MIt Sven Grathwohl im Tor kippte die Partie

Tatsächlich betrug der Abstand zwischen beiden Teams auch noch zur Pause vier Treffer. Beim Stand von 17:13 wurden die Seiten gewechselt. Mit Sven Grathwohl im Tor für Yannick Hölzl kippte die Partie zu Beginn der zweiten Hälfte zugunsten des TSB. Der 33-jährige Keeper parierte in der Phase unter anderem zwei Siebenmeter. "Für Sven freut es mich ungemein. Er war lange verletzt und erst durch seine Paraden durften wir überhaupt noch einmal am Sieg schnuppern", lobte Schweikardt seinen Torhüter.

Beim 18:18 (39. Minute) durch Nick Fröhlich war die Partie wieder offen. Auch zehn Minuten später befanden sich beide Teams beim 22:22 weiterhin auf Augenhöhe.

In der Schlussphase schlägt die Routine des TuS den jugendlichen Elan der Horkheimer

Doch in der Schlussphase schlug die Routine den jugendlichen Elan. Die erfahrenen Jan Claussen und Sebastian Bösing auf Seiten des TuS nahmen nun das Heft des Handelns in die Hand und stellten vorentscheidend auf 25:22 (53.). Goalgetter Claussen erzielte vier seiner insgesamt sieben Treffer in dieser entscheidenden Phase.

Bei den Horkheimern wurde deutlich, dass die lange Aufholjagd Kraft und Konzentration gekostet hatte. Das Team kämpfte verzweifelt, musste sich am Ende aber geschlagen geben. "Uns unterlaufen insgesamt 16 technische Fehler. Dazu kommen noch reihenweise Fehlwürfe. Das ist einfach zu viel, um in dieser Liga ein Spiel zu gewinnen", sagte Schweikardt, der seinem Team aber keinen allzu großen Vorwurf machen wollte: "Kämpferisch war alles gut. Wir müssen aus solchen Spielen lernen, reifer werden."

Nächstes Wochenende ist der TSB spielfrei

Um daran zu arbeiten, bleiben zwei Wochen Zeit. Nächste Woche hat der TSB kein Spiel. Am 13. November kommt dann die drittplatzierte SG Leutershausen in die Stauwehrhalle. Die nächste sehr hohe Hürde, um den Trend umzukehren.


TSB Horkheim: Grathwohl, Hölzl (Tor) - Mönch (4/2), Reichert (5), Grosser, Fröhlich (2), Noah Matusik, Kuhnle, Hess (1), Foege (5), Niklas Matusik (4), Bohnenstengel, Uhl (1), Starz (2), Levak (3).

Beste Schützen des TuS: Claussen (7/2), Rose (6).

Siebenmeter: TuS 5/2; TSB 4/2.

Zeitstrafen: 5/3.

Zuschauer: 280.


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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