TSB untermauert seinen fünften Platz

Handball  Horkheimer Drittliga-Team setzt sich gegen Ex-Zweitligist HG Saarlouis mit 33:29 durch. Knieblessur bei Spielmacher Gehrke trübt die Freude.

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TSB untermauert seinen fünften Platz

Janik Zerweck (am Ball) schaffte mit dem Treffer zum 31:28 die Vorentscheidung für seine Horkheimer gegen Saarlouis.

Foto: Andreas Veigel

Vielleicht wäre es eng geworden. Vielleicht, wenn der Ball kurz vor Schluss nicht doch noch im Gästetor gelandet wäre. Eigentlich hatte Darius Tommy, der Schlussmann der HG Saarlouis, den Wurf von Janik Zerweck gehalten. Aber dann war der Ball irgendwie doch drin. Mit viel Dusel. Es stand 31:28, damit war die Drittliga-Partie knapp zwei Minuten vor dem Ende für den TSB Horkheim entschieden.

33:29, siebter Heimsieg im achten Spiel - es lief letztlich nach Plan für Michael Schweikardts Mannschaft. Der Trainer konstatierte "eine kämpferisch sehr gute Leistung" seines Teams im Duell mit einem Gegner, der "individuell wirklich viel Qualität" habe. Und doch kassierte der auswärtsschwache Ex-Zweitligist HG Saarlouis eine weitere Pleite in der Fremde.

In der Abwehr nochmal draufgelegt

Trainer Philipp Kessler lobte den TSB, weil der nach der Pause "in der Abwehr nochmal draufgelegt" habe. Vom 18:16 nach 30 Minuten setzten sich die Horkheimer bis zur 45. Minute auf 27:21 ab. Jetzt wurde der Rückraum der HGS besser verteidigt. Und am Kreis war nix los. Philipp Kessler klagte: "Wir hatten große Probleme mit dem Kreisläuferspiel, das habe wir nie in den Griff bekommen."

Beim TSB hingegen nutzte Rico Reichert (fünf Tore) so effektiv wie schon in den vergangenen Wochen seine Chancen am Kreis. Oder er holte Strafwürfe heraus. Rechtsaußen Michael Seiz traf sieben Mal (vier Siebenmeter), Rückraum-Youngster Nick Fröhlich, das Talent mit dem Hammerwurf, sorgte für sechs Tore. Janik Zerweck für fünf. Da war es letztlich kein entscheidender Nachteil, dass beide Horkheimer Torhüter, Sven Grathwohl und Yannick Hölzl, so gut wie nie zu echten Erfolgsfaktoren wurden. Sie hielten wenig, der eine wie der andere. Immerhin, Grathwohl hatte in der Schlussphase zwei, drei gute Szenen für den TSB.

Gehrke humpelt in die Kabine

Mit jetzt 19:9 Punkten haben die TSB-Handballer ihren fünften Tabellenplatz in der 3. Liga Süd untermauert. Der Wermutstropfen im Horkheimer Freudenbecher war die Verletzung von Spielmacher Tobias Gehrke. Der hatte in der 28. Minute ein Traumtor zum 16:15 erzielt, sich dabei aber das rechte Knie lädiert. Spielen konnte er nicht mehr, im Jubelkreis den Sieg feiern auch nicht. Am Ende humpelte Gehrke in die Kabine.

TSB Horkheim: Grathwohl, Hölzl - Weißer (1), Gehrke (3), Reichert (5), Grosser, Fröhlich (6), Zeiler (2), Heß (1), Seiz (7/4), Freudl (2), Matusik, Zerweck (5), Bohnenstengel (1).

Beste Werfer HGS: Leist (7/3), Wirtz (6), Louis (6). Zeitstrafen: 6 - 3. Disqualifikation: Freudl TSB (58., dritte Zeitstrafe). Siebenmeter: 5/4 - 3/3. Zuschauer: 260.


Andreas Öhlschläger

Andreas Öhlschläger

Sportredakteur

Andreas Öhlschläger ist seit 2000 Sportredakteur bei der Heilbronner Stimme. 

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