TSB-Zuversicht vor dem Duell der Serienjubler

Handball  Der Drittliga-Vierte aus Horkheim fordert am Sonntag den ebenfalls lange unbesiegten Spitzenreiter Balingen-Weilstetten II heraus.

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TSB-Zuversicht vor dem Duell der Serienjubler

Auf sie mit Gebrüll: TSB-Linksaußen Felix Weißer in Aktion.

Foto: Mario Berger

Man könnte den Mut verlieren beim Blick auf die Zahlen des Gegners. Muss man aber nicht, zumindest nicht, wenn man als Handballspieler derzeit das Trikot des TSB Horkheim trägt. Sicherlich: Die zweite Mannschaft von Erstligist HBW Balingen-Weilstetten ist ein großes Kaliber. Tabellenführer in der 3. Liga Süd mit 18:4 Punkten. Zu Hause bislang ohne Punktverlust: fünf Spiele, fünf Siege, zuletzt das glasklare 38:28 gegen den früheren Zweitligisten HG Saarlouis.

An diesem Sonntag (17 Uhr, Sparkassen-Arena) ist nun der TSB Horkheim in Balingen zu Gast. Und Michael Schweikardts Mannschaft weiß genau, wie es ist, einen Seriensieger-Spitzenreiter vom Thron zu holen. Vor zwei Wochen gelang das zu Hause sehr eindrucksvoll mit dem 34:28 gegen den zuvor in sieben Partien nicht geschlagenen TuS Fürstenfeldbruck. Der HBW Balingen-Weilstetten II bringt es jetzt auf fünf Erfolge in den letzten fünf Begegnungen.

Richtig gut in der Spur

Aber auch die Horkheimer als Tabellenvierter nach dem elften Spieltag (15:5 Zähler, eine Begegnung weniger) sind Serienjubler. Auch sie haben die vergangenen fünf Partien allesamt gewonnen.

"Wir sind richtig gut in der Spur", sagt Michael Schweikardt. "Das Spiel gegen Blaustein war zwar nicht ganz so gut, aber das war vielleicht gar nicht so schlecht, dass wir ein bisschen geerdet worden sind, dass jeder wieder weiß, dass 100 Prozent Arbeit nötig ist." Die zwei Heimpunkte gegen das Drittliga-Kellerkind Blaustein konnten auch im 90-Prozent-Modus eingefahren werden. In Balingen ist mehr erforderlich, ganz sicher.

TSB muss ein paar Prozent draufpacken

Der Horkheimer Trainer zweifelt nicht daran, dass seine Spieler in dieser Top-Partie eine andere Einstellung zeigen. "Ich gehe davon aus, dass diese paar Prozent wieder oben drauf gelegt werden."

Der TSB hat das Potenzial, den Tabellenführer HBW II zu stürzen. Zumal Oliver Heß nach seiner Verletzungs-Zwangspause wieder fit ist. "Es hat am Donnerstagabend im Training ganz gut ausgesehen", berichtet Michael Schweikardt. "Ich gehe davon aus, dass er spielen kann." Gleiches gilt für den zuletzt erkälteten Kreisläufer Rico Reichert.

TSB-Kapitän Freudl setzt auf gute Mischung

TSB-Kapitän Pierre Freudl ist jedenfalls zuversichtlich. "Wir haben eine gute Mischung im Team, nicht nur altersmäßig, sondern auch in Bezug auf die Spielertypen." Freudl verweist auf die vielen Matchwinner-Optionen. "Den TSB Horkheim zeichnet seit Jahren aus, dass es nicht nur ein, zwei entscheidende Leistungsträger gibt, sondern dass die Verantwortung verteilt wird. Das macht uns für den Gegner schwer ausrechenbar."

Trainer Schweikardt hat allerdings auch viel Positives gesehen, als er die Balinger in der Spielvorbereitung unter die Lupe genommen hat. "Die spielen einen richtig guten Ball." Einen Akteur hebt er heraus: Lars Friedrich. "Über ihn gehen viele Angriffe." Der Routinier ist im jungen HBW-Perspektivteam die Führungskraft.

In der vergangenen Saison bestritt Friedrich noch alle 38 Zweitligapartien beim Aufsteiger in die Bundesliga. Dann wechselte der Rückraumspieler vereinsintern zur zweiten Mannschaft. Oft verloren hat Friedrich seither nicht. Jetzt aber, so hat man es sich beim TSB fest vorgenommen, soll die dritte Balinger Saisonpleite folgen. Gegen mutige Horkheimer. öha/son


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig. 

Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

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