TSB Horkheim will beim abgeschlagenen Schlusslicht die schwarze Auswärtsserie beenden

Handball  Handball-Drittligist TSB Horkheim tritt nach acht Auswärtsniederlagen in Folge am Samstag beim Tabellenletzten TVS Baden-Baden an. Spielmacher Tobias Gehrke und Pierre Freudl fehlen verletzt.

Von Andreas Öhlschläger

TSB Horkheim will beim abgeschlagenen Schlusslicht die schwarze Auswärtsserie beenden

TSB-Trainer Volker Blumenschein war zuletzt "absolut enttäuscht".

Foto: Veigel

Es war ein Freitagabend im Hochsommer. Lang ist es her. Am 24. August des Vorjahres schlug der TVS Baden-Baden den Mitaufsteiger TV Willstätt mit 30:23. Im ersten Saisonspiel der 3. Liga Süd gelang gleich ein Sieg. Aber es war der letzte fürs Team aus Baden-Baden.

Ein Remis kam am 21. Oktober noch dazu (29:29 in Neuhausen), ansonsten setzte es 22 Niederlagen. Mit 3:45 Punkten steht der Aufsteiger abgeschlagen auf dem letzten Platz. Am Samstagabend (20 Uhr, Rheintalhalle Sandweier) ist der TSB Horkheim nächster Gegner des TVS Baden-Baden. Eine Auswärtspleite wäre peinlich für den Tabellen-Siebten.

Blumenschein war das erste Mal total enttäuscht

Doch der TSB fährt keineswegs mit überbordendem Selbstvertrauen zum Schlusslicht. Die letzten acht Spiele in der Fremde gingen allesamt verloren. Und der jüngste Horkheimer Heimauftritt bei der 35:37-Niederlage gegen die HG Saarlouis sorgte nicht für Zuversicht. Trainer Volker Blumenschein war nach der Torflut ohne Happy End bedient. "Das war das erste Mal in dieser Saison, dass ich absolut enttäuscht bin."

Jetzt geht es für Blumenscheins Spieler um Wiedergutmachung. Die schwarze Auswärtsserie soll beendet werden. "Wir werden alles dafür tun, dass das eintrifft", sagt der Trainer. Aber von einem Pflichtsieg will er nichts hören. "Bei unserer Auswärtsserie wäre es vermessen, eine solche Erwartungshaltung zu zeigen." Zumal die schon zuletzt verletzt fehlenden Spielmacher Tobias Gehrke und Pierre Freudl erneut nicht einsatzfähig sind.

Horkheim hat eine gute Trainingswoche hinter sich

An der fehlenden Körperlichkeit und Leidenschaft, die Volker Blumenschein gegen Saarlouis bemängelt hatte, wurde gearbeitet. "Wir haben sehr gut trainiert. Die Spieler sind ja auch sehr selbstkritisch. In der Abwehr haben wir uns jedenfalls wieder anders aufgestellt." Mental, von der Einstellung her. "Da waren wir viel zu passiv."

Der TVS hat immer mal wieder gute Halbzeiten gespielt, manchmal nur knapp verloren, doch insgesamt war die Mannschaft in der 3. Liga überfordert. Blumenschein sagt: "Die haben es nach dem Aufstieg mit ihren Leuten versucht, das verdient Respekt." Die Fans lassen das Team nicht im Stich. Nur die beiden Zweitliga-Absteiger aus Konstanz und Saarlouis haben einen höheren Zuschauerschnitt.

 


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