TSB Horkheim verliert beim Fähnle-Comeback 35:37

Handball  Das war nichts, trotz des Comebacks von Stefan Fähnle, trotz einer späten Aufholjagd. Die Drittliga-Handballer des TSB Horkheim haben am Samstagabend das Duell der Tabellennachbarn gegen die HG Saarlouis mit 35:37 verloren.

Von Andreas Öhlschläger

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Der bislang in dieser Drittliga-Saison so heimstarke TSB musste die zweite Niederlage in der Stauwehrhalle hinnehmen. Foto: Andreas Veigel

Dann war es soweit. In der 39. Minute gab es das Comeback von Stefan Fähnle. Der frühere Kapitän des TSB Horkheim war nach dem Trainer-Aus beim TSV Weinsberg überraschend wieder als Spieler im TSB-Kader aufgetaucht. Eine große Bandage am rechten Knie signalisierte, dass die besten Tage vorbei sind. In der Abwehr versuchte sich Fähnle als Stabilisator.

Doch als der Oldie kam, lag der TSB Horkheim schon mit fünf Toren zurück. Und entscheidend besser wurde es erstmal nicht. Dann allerdings konnte sich der TSB auf einen Zwei-Tore-Rückstand heranarbeiten. 33:35, noch drei Minuten, Überzahl, ging da noch was? Nein. Nun ja, beinahe schon, als Felix Weißer in der Schlussminute das 35:36 gelang, aber die Aufholjagd wurde nicht gekrönt. 35:37, verloren.

TSB muss zweite Niederlage einstecken

Die HG Saarlouis nahm trotz ihres kleinen Kaders zwei Punkte mit, bejubelte den sechsten Sieg in Serie. Der bislang in dieser Drittliga-Saison so heimstarke TSB musste die zweite Niederlage in der Stauwehrhalle hinnehmen. Zuvor hatte das Team nur gegen Spitzenreiter Konstanz verloren. Die Horkheimer haben nach diesem Frust-Abend 28:22 Punkte auf ihrem Konto, Saarlouis kommt auf 28:20 Zähler.

Aufmerksamer Zuschauer war Michael Schweikardt, der in der kommenden Saison den Trainerjob beim TSB übernehmen wird. Volker Blumenschein hört bekanntlich aus beruflichen Gründen auf. Glück brachte der momentan noch beim TVB Stuttgart in der Bundesliga spielende Schweikardt nicht.

Horkheim in Unterzahl

Mit einem 16:17-Rückstand war der TSB in die Pause gegangen. Zwar hatten es die Horkheimer geschafft, aus dem 12:15 in der 28. Minute ein 15:15 zu machen. Doch das 16:17, perfekt gemacht durch einen Siebenmeter von Philipp Leist nach Ablauf der ersten 30 Minuten, spiegelte korrekt wider, dass die HG Saarlouis die etwas bessere Mannschaft gewesen war. Der TSB musste fast immer kämpfen, um dran zu bleiben.

Weil die Horkheimer in den letzten Sekunden des ersten Abschnitts zwei Zeitstrafen kassiert hatten, ging es in Unterzahl weiter. Aber daran lag es nicht allein, dass es in der 36. Minute 16:20 stand. Der wegen vieler Ausfälle mit einem kleinen Team angereiste Zweitliga-Absteiger aus Saarlouis wirkte entschlossener. Beim TSB Horkheim lief es nicht recht.

Schiedsrichter ziehen Unmut auf sich

Viel Unmut zogen die Schiedsrichter auf sich. "Schieber!"-Rufe gab es von der Tribüne. TSB-Trainer Volker Blumenschein kassierte eine Verwarnung wegen seiner Kritik an den Unparteiischen. Doch genauso bedeutsam waren am Samstagabend in der Horkheimer Stauwehrhalle die vielen Schwächen der TSB-Mannschaft.

 


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