TSB Horkheim schlägt Pfullingen mit 36:30

Handball  Keine Punktegeschenke für die Spieler von einst: Die Drittliga-Handballer des TSB Horkheim haben am Samstagabend den VfL Pfullingen mit 36:30 (17:16) geschlagen. Drei Ex-TSBler waren beim VfL dabei.

Von Andreas Öhlschläger

TSB Horkheim Handball
Zur Halbzeit lagen die Horkheimer nur knapp vorne. Foto: Mario Berger

Jaaaaa! Es war ein lauter Triumphschrei von Sven Grathwohl. Der Torwart des TSB Horkheim hatte famos pariert, nicht zum ersten Mal in der zweiten Halbzeit. Auch dank Grathwohl setzten sich die Horkheimer letztlich mit sechs Toren Vorsprung durch. Nach dem Heim-Durchhänger gegen Saarlouis (35:37) kehrte der TSB in der Stauwehrhalle wieder auf die Erfolgsspur zurück. 36:30, verdient gewonnen. Auf 32:22 Punkte kommen die Horkheimer nun als Siebter in der Tabelle der 3. Liga Süd. 

Mit einem knappen 17:16-Vorsprung war der TSB Horkheim in die Halbzeitpause gegangen. Die Chance zum 18:15 wurde vergeben, dann kassierte der TSB in der Schlusssekunde viel zu leicht den Anschlusstreffer durch Florian Möck. 

Janik Zerweck ist der Mann der Anfangsphase

Es war eine körperlich intensive erste Hälfte gewesen. Der Mann der Anfangsphase war Janik Zerweck. Als es in der 9. Minute 6:4 für den TSB stand, hatte Zerweck schon fünf Tore geworfen. Beim 12:9 lagen die Horkheimer erstmals mit drei Treffern vorne. Das war in der 21. Minute. Felix Kazmeier hatte per Siebenmeter getroffen. 

In der 34. Minute sah der Pfullinger Lukas List, bis dahin ein absolut sicherer Siebenmeter-Schütze mit vier Treffern, nach einem Foul an Janik Zerweck die Rote Karte. Beim 24:21 (41.) hatte sich der TSB wieder mit drei Toren abgesetzt. Kapitän Pierre Freudl sorgte gar fürs 25:21. 

Das 28:23 war die Vorentscheidung

Nun hatte Horkheims Torwart Sven Grathwohl einige starke Aktionen. Eine Viertelstunde vor Schluss stand es 28:23. Die Vorentscheidung? Ja. Beim 30:24 waren es dann sogar sechs Tore Vorsprung. Zerweck hatte zum 9. Mal getroffen. Am Ende kam er auf zehn Treffer. Das 36:30 wurde emotional gefeiert. 

Besonders heiß auf einen Sieg in Horkheim waren die drei Pfullinger mit TSB-Vergangenheit gewesen, Spielmacher Florian Möck, Kreisläufer Alexander Schmid und Trainer Frederick Griesbach. Für Möck war es „spannend, an die alte Wirkungsstätte zurückzukommen“, denn er hat mit einigen früheren Mannschaftskameraden noch guten Kontakt. Er sagte vorab: „Es wird ein harter Kampf in Horkheim, aber ich bin zuversichtlich, dort zu gewinnen!“ Die Zuversicht trog. 


TSB Horkheim: Grathwohl, Mathes - Weißer (2), Grosser (2), Rieger (2), Heß (4), Kazmeier (4/2), Seiz (4), Freudl (3), Eisenhardt, Boschen (5), Zerweck (10), Bohnenstengel, Fähnle. 

Beste Werfer VfL: Breckel (7), Thiemann (7/3).

Siebenmeter: TSB 2/2, VfL 7/7

Zeitstrafen: TSB 6, VfL 7

Disqualifikationen: List (VfL, 34. Rot nach Foul), Prinz (51., dritte Zeitstrafe) 

Zuschauer: 310

 


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