TSB Horkheim kann auf zweiten Tabellenplatz springen

Handball  Für den Handball-Drittligisten aus Horkheim steht heute Abend die schwere Auswärtspartie beim Siebten HG Oftersheim/Schwetzingen an.

Von Andreas Öhlschläger

TSB Horkheim kann auf zweiten Tabellenplatz springen

Intensive Ansprache: TSB-Trainer Jochen Zürn hat seine Spieler vor der HG Oftersheim/Schwetzingen gewarnt: "Das wird richtig schwierig." Foto: Archiv/Veigel

 

Chance? Risiko? Beides. Aber Jochen Zürn, der Trainer des Drittliga-Fünften TSB Horkheim, geht die Freitagabend-Partie bei der siebtplatzierten HG Oftersheim/Schwetzingen ganz und gar positiv an. "Wir können mit einem guten Bauchgefühl und sehr viel Selbstvertrauen nach Schwetzingen fahren", sagt er.

Heute Abend um 20 Uhr beginnt die Begegnung. Der TSB hat die Möglichkeit, auf den zweiten Platz der 3. Liga Süd zu springen.

Wenn es einen Sieg gibt.

25:15 Punkte haben die Horkheimer auf ihrem Konto, das Trio davor kommt mit jeweils einem Spiel mehr auf 26:16 Zähler. Der Zweite HBW Balingen-Weilstetten II und der Dritte, die Rhein-Neckar Löwen II, treffen am Samstagabend aufeinander. Im Idealfall könnte der TSB mit einer perfekten Ausgangslage ins Heim-Spitzenduell am 3. März gegen die Balinger gehen.

Schwerstarbeit wird erwartet

So weit will Jochen Zürn allerdings nicht vorausdenken. Dazu ist sein Respekt vor der HG Oftersheim/Schwetzingen viel zu groß. "Wir wissen, dass wir dort Schwerstarbeit leisten müssen." Es sei "eine richtig große Aufgabe", in Schwetzingen zu bestehen. "Aber natürlich lockt der Sprung auf den zweiten Platz."

Chance und Risiko eben.

Mit 23:17 Punkten sitzt die HG dem TSB Horkheim im Nacken. Zuletzt gab es eine 27:31-Niederlage beim SV Kornwestheim, dem Tabellenführer der 3. Liga Süd. Bester Werfer ist Daniel Hideg. 117 Saisontore hat er schon erzielt. Das bedeutet Rang neun im ligaweiten Klassement der Top-Torjäger. Aber es wäre ein Fehler, verstärkt auf diesen Mann zu schauen, versichert Jochen Zürn. "Hideg ist zwar eine herausragende Stütze des Teams, aber die HG Oftersheim/Schwetzingen ist vor allem als Kollektiv so stark. Das ist eine sehr ausgeglichene Mannschaft, die taktisch sehr variabel auftritt. Man kann sich da nicht auf bestimmte Aspekte konzentrieren. Das wird also richtig schwierig für uns."

Schwere Gegner gibt es jedes Wochenende

Doch Zürn will sich nicht in Schwarzmalerei verlieren. "Ich habe eigentlich nie Bauchweh vor Spielen. In dieser Liga hast du jedes Wochenende schwere Gegner, das ist seit Jahren so und in diesem Jahr ganz besonders. Da gibt es gar keinen leichten Gegner."

Also schaut er auf die Chance, nicht aufs Risiko. Schief gehen kann es schnell, da müssen nur ein paar Kleinigkeiten nicht funktionieren.

In Janik Zerweck (Verletzung) und Michael Seiz (Krankheit) gibt es zwei aktuelle Wackelkandidaten, bei denen nicht klar ist, inwieweit sie heute Abend einsatzbereit sein werden.

Jochen Zürn kann prinzipiell auf einen in der Breite leistungsfähigen Kader setzen, doch um bei der HG Oftersheim/Schwetzingen ("zu Hause eine Macht") erfolgreich zu bestehen, kann er jeden potenziellen Matchwinner gut brauchen. Dann würde sich das Verhältnis von Chance und Risiko ein bisschen mehr in die Horkheimer Richtung verschieben.