TSB Horkheim holt sich im DHB-Pokal Selbstvertrauen für den Ligastart

Handball  Knappe Niederlage in der zweiten Runde gegen Erstligist TVB Stuttgart. Dank einer Willensleistung in der ersten Runde gegen Gastgeber Aachen kam es überhaupt erst zum Bruder-Duell der Trainer.

Von Stephan Sonntag
TSB Horkheim holt sich im DHB-Pokal Selbstvertrauen für den Ligastart

Michael Schweikardt (li.) erklärt Janik Zerweck den Spielzug.

Foto: Öhlschläger

Gut gelaunt trat die TSB-Delegation am Sonntagabend die lange Rückreise von Aachen an. Die zwei Partien im DHB-Pokal haben Mut gemacht und Selbstvertrauen gegeben für den Start in der 3. Liga am kommenden Wochenende.

"Wir wollten unbedingt noch das Spiel gegen eine Topmannschaft in der Vorbereitung haben", sagte Trainer Michael Schweikardt. Lediglich mit 27:31 (11:14) ging das Duell gegen Bruder Jürgen und den TVB Stuttgart verloren. "Wir haben gegen einen körperlich deutlich stärkeren Gegner sehr gut verteidigt und auch das Tempospiel war in Ordnung. Insgesamt haben wir viel besser gespielt als tags zuvor", sagte Schweikardt.

Kraftakt gewonnen trotz zweier Platzverweise

Am Samstag brauchte es schon einen gewaltigen Kraftakt um den klassentieferen Gastgeber des DHB-Pokalturniers BTB Aachen in der Verlängerung mit 34:33 (15:14, 28:28) niederzuringen. Obwohl mit Oliver Heß und Pierre Freudl die beiden Routiniers mit Roten Karten vorzeitig vom Feld mussten, behielten die Horkheimer in der spannenden Partie letztlich die Oberhand. "Der Gegner war sehr kampfstark, hat alles rein geworfen, um vor eigenem Publikum in die nächste Runde einzuziehen", zollte Schweikardt den Aachenern Respekt. "Ohne Heß und Freudl ist es für uns sicher nicht leichter geworden, aber die Mannschaft hat Moral gezeigt." Außerdem war das Hotel für die Übernachtung ohnehin schon gebucht, ein Ausscheiden hätte das Pokal-Minusgeschäft also auch nicht verhindert.

Im zweiten Erstrundenspiel am Samstagabend hatte der TVB Stuttgart gegen den Zweitligisten HSC 2000 Coburg mit 29:24 (15:13) gewonnen, so dass das von den Schweikardt-Brüdern nicht unbedingt erhoffte direkte Duell Realität wurde.

TVB Stuttgart ist von Verletzungssorgen geplagt

Die verletzungsbedingt stark ersatzgeschwächten Stuttgarter taten sich gegen den zwei Klassen tiefer spielenden TSB enorm schwer, schafften es über 60 Minuten nie, sich entscheidend abzusetzen. "Sie sind immer mal auf drei, vier Tore weggezogen, aber wir haben dann immer wieder verkürzt. Wir hängen das Ergebnis jetzt aber auch nicht zu hoch", sagte Schweikardt bescheiden.


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